Worauf ist zu achten und welche Stühle werden überhaupt genehmigt?

Büroarbeit bedeutet zumeist auch Bewegungsmangel. Dabei hält Bewegung nicht nur den Kreislauf in Gang, sondern stimuliert den gesamten Stoffwechsel. Auch die Bürogestaltung birgt – entsprechend geplant – jede Menge Möglichkeiten zur Bewegung. Beispielsweise Besprechungen im Stehen sind eine gute Alternative zu Konferenzen im Sitzen.

Eine Rolle spielt nicht zuletzt auch die Möblierung. Ein ergonomischer Bürodrehstuhl, der zur Bewegung animiert, kann dabei helfen, sich länger fit zu fühlen und Muskeln und Wirbelsäule im Sitzen zu trainieren. Und: An den Kosten für einen solchen Stuhl oder für einen ergonomischen Steh-Sitz-Tisch beteiligt sich in vielen Fällen die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA).

Für die Anschaffung eines ergonomischen Bürostuhls gibt es maximal 435 Euro, für die eines höhenverstellbaren Schreibtischs bis zu 1.200 Euro zurück. Wer sich die Anschaffung bezuschussen lassen will, stellt zuerst den Antrag bei dem zuständigen Träger. 

Das müssen Sie beachten

Zunächst muss die medizinische Notwendigkeit durch den Arzt bescheinigt werden. Wichtig: Es wird nicht jeder Stuhl bezuschusst. So gibt es für spezielle Krankheitsbilder spezielle Stühle. Idealerweise bestimmt bereits der Arzt, welche Eigenschaften der Stuhl haben sollte. Zu beachten sind dabei einige wesentliche Punkte beim Stuhl wie die Rückenlehne, der Sitz sowie die Tiefenfederung.

Generell gilt, dass nur Stühle genehmigt werden, die die DIN EN 1335 für Büroarbeitsstühle erfüllen. Auf eben diese Eigenschaften konzentrierte sich der Hersteller Sedus bei dem Drehstuhl „swing up“, der in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Ergonomie, entstand. Die Ergonomen fanden zum Beispiel heraus, dass es zahlreiche ergonomische Konzepte auf dem Markt gibt, der Sitz jedoch oft stiefmütterlich behandelt wird.

Beim „swing up“ implementierte Sedus in die Sitzfläche eine seitliche Bewegung, die leichte Hüftbewegungen aufgreift, wie sie etwa beim Laufen vorkommen. Der Effekt: Der Stuhl folgt den Bewegungen, dezent und begrenzt auf circa acht Grad je Seite. Ein weiteres Merkmal, das der intuitiven Bewegung dient, ist beim „swing up“ in die Rückenlehne integriert.

Das dorsokinetische Lehnengelenk ermöglicht zusätzliche Bewegung nach hinten und zur Seite. Die Rückenlehne folgt dem Oberkörper bei seinen natürlichen Haltungswechseln. Auf diese Weise werden Bewegungen, die während des Büroalltags immer wieder vorkommen, sanft unterstützt.

Ebenfalls noch zu beachten ist, dass der Stuhl eine gute Abfederung beim Hinsetzen bietet. Wie oft lässt man sich in den Bürostuhl fallen wie in einen Sessel − und jedes Mal gibt es einen Schlag auf die Wirbelsäule. Eine komfortable Stuhlsäule federt diese Stöße zuverlässig ab. Bei der Sedo-Lift-Mechanik wirkt eine Stahlfeder unabhängig von der eingestellten Sitzhöhe und bietet auch in niedrigen Sitzpositionen den vollen Federungskomfort.