Viele weitere Erkrankungen, so beispielsweise Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und Darmentzündungen werden häufiger. Dies steht vermutlich mit den nicht „artgerechten“, ungünstigen, modernen Umwelt- und Lebensstilfaktoren in Zusammenhang: Stress, viel Zeit vor Bildschirmen, schlechte Luft, Fehl- und Überernährung, wenig Bewegung und ein Mangel an Natur. Unsere Körperprogramme, unsere Gene, sind Jahrmillionen alt und die große Veränderung unseres Lebensstils gerade mal 100, 200 Jahre. Durch Naturheilverfahren als Ergänzung zur modernen Medizin können wir gerade bei chronischen Erkrankungen viel bewirken.

Der Körper hat Selbstheilungskräfte, wir müssen sie nur unterstützen. Das hatte schon Pfarrer Kneipp im Sinn mit seinen kalten und warmen Wasserbehandlungen, mit Dampfbädern und Sauna. Diese „Reize“ wirken besonders gut auf das Immunsystem und die Blutgefäße, aber auch auf den Schlaf. Heilkräuter und Heilpflanzen sind bei leichten Beschwerden eine ideale nebenwirkungsarme Therapie.

Bei Stress und seinen Folgen wie Bluthochdruck und Schlafstörungen können Entspannungstechniken wie Meditation, autogenes Training oder Yoga und Tai Chi helfen. Und versuchen Sie mehr Zeit in der Natur, im Wald und Gärten zu verbringen. Immer mehr Studien zeigen, dass jede Art von Bewegung noch gesünder ist, wenn sie in der Natur stattfindet. Andere Länder haben eigene Formen wie Ayurveda aus Indien oder die chinesische Medizin. Bei den Massagetechniken, den Heilkräutern und Gewürzen und auch der Ernährungstherapie gibt es dort eine größere Vielfalt als in unserer Tradition.

Aber überall gilt: Das wichtigste ist das, was wir selber tun können. Probieren Sie es aus, – die gute Nebenwirkung der meisten Naturheilverfahren ist, dass sie auch insgesamt gut tun, „Wellness“ im eigentlichen Sinne.