Radfahren

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Das gute alte Radfahren ist vor allem für Knie- und Hüftgelenke ideal, denn die Gelenke werden ohne Druck und Stoßbelastung bewegt. Wichtig: Es geht um die Bewegung, nicht um die Anstrengung – man darf also ruhig mit kleiner Übersetzung fahren. Geringer Widerstand, dafür eher hohe Trittgeschwindigkeit. Dafür braucht man kein Mountainbike und keine spezielle Kleidung; und bei wem ein echtes Fahrrad nicht in den Alltag passt, setzt sich einfach auf den Hometrainer.

Schwimmen

Gelenkschonend, Bewegung, Schwimmen Foto: Halfpoint/Shutterstock

Der Klassiker bei Gelenkproblemen, denn der Wasserauftrieb reduziert die Gelenkbelastung – im Vergleich zu Landsportarten – beim Schwimmen enorm. Wichtig: Immer mal die Disziplin wechseln – beziehungsweise sich auch mal zum Kraulen und/oder Rückenschwimmen zwingen –, denn nur Brustschwimmen geht mit der Zeit auf die Halswirbelsäule und kann durch den Froschbeinschlag den Meniskus belasten.

Crosstrainern

Gelenkschonend, Bewegung, Crosstrainer, Crossfit, Cardio Foto: Panumas Yanuthai/Shutterstock

Für alle mit Knacksen im Kniegelenk ist der Crosstrainer die bessere Alternative zum Joggen. Während Knöchel und Knie beim „Echtlauf“, vor allem auf Asphalt und Beton, doch arg beansprucht werden, ist das Training durch die elliptischen, fließenden Bewegungen des Geräts schonend – ganz ohne Stoßbelastung – und trotzdem sehr effektiv. Manch ein Fitnessguru soll sogar der Meinung sein, dass der Crosstrainer schlicht und einfach besser ist, da auch Arme und Oberkörper stärker eingebunden werden.

Klettern

Klettern, Bouldern, Bewegung Foto: Africa Studio/Shutterstock

Okay, wenn man’s genau nimmt, meinen wir Bouldern. Aber Klettern klingt erst mal sportlicher! Außerdem: Was ist Bouldern? Bouldern ist Klettern – es geht bloß nicht darum, möglichst weit nach oben zu klettern, sondern um die Körperspannung. Geklettert wird also ohne Seil und immer in „Absprunghöhe“, die natürlich jeder individuell mit sich ausmachen kann. Im Prinzip ist die Höhe völlig egal, Hauptsache man hält sich „in der Wand“. Durch die hohe Anforderung an Kraft und Koordination, an Wahrnehmung und Beweglichkeit kräftigt Klettern alle Muskeln und Gelenke – und es macht richtig Spaß.

Nordic Walking

Bewegung, Gelenkschonend, Wandern, Nordic Walking, Laufen Foto: Blazej Lyjak/Shutterstock

„Ältere Leute mit Skistöcken am Straßenrand?!“ Es ist wahr: Manche Menschen belächeln das Nordic Walking immer noch. Und zugegeben: Als die Idee vor Jahren noch neu beziehungsweise seltener zu sehen war, war sie vielleicht nicht gleich einzuordnen. Inzwischen dürfte es auch dem letzten Skeptiker einleuchten. Nordic Walking ist einfach so etwas wie ein Freilicht-Crosstrainer. Der Bewegungsablauf fordert den gesamten Muskelapparat und geht bis zum Schultergürtel, Knie und Knöchel werden höchstens halb so stark belastet wie beim normalen Joggen; und man kann sich zwischendurch mal abstützen und Pause machen, ohne immer gleich eine Parkbank zu brauchen. Lasst die jungen Leute doch lächeln!

Yoga „und Co.“

Yoga, Bewegung, Gesundheit, Gelenkschonend, Entspannung Foto: kudla/Shutterstock

Yoga, Tai-Chi, Pilates … Das sind eigentlich ziemlich unterschiedliche Sachen – aber für alle, die sich mit keinem dieser Begriffe auskennen, macht es schon Sinn, sie anfangs erst mal in einen Topf zu schmeißen. Denn alle drei sind „entspannte“, gymnastische, bewegungsintensive Sportarten, die sich sehr individuell anfangen und ganz graduell steigern lassen. Es gibt Pilatestrainerinnen, die jetzt bei „entspannt“ lachen mussten, denn genau wie beim Yoga gibt es hier auch sehr, sehr anstrengende Übungen. Aber uns geht es erst mal ums Prinzip: atmen, bewegen, halten und ganz nach Vermögen langsam lernen. Wichtig: Nur unter Anleitung! Wer „einfach mal ein paar Figuren“ ausprobiert, kann sich leicht verletzen.

Fazit:

Bei Gelenkproblemen verzichten viele Menschen schnell ganz auf Sport – keine gute Idee! Denn gerade  Bewegung verschafft Linderung und, wenn man’s richtig macht, Besserung. Eine Tür, die jahrelang nicht geöffnet wird, quietscht. Gelenke leben von Bewegung – zu wenig davon führt dazu, dass die Knorpelschicht in den Gelenken verkümmert, der Knorpel wird unelastisch und spröde. Das heißt mehr Reibung, und das heißt meist mehr Schmerzen.