Neben den acht klassischen Therapien der Schulmedizin (Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, Hormontherapie, Angionesehemmer, Immuntherapie, Antikörpertherapie, Gentherapie) gibt es rund ein Dutzend alternative Behandlungsmöglichkeiten. Fünf möchten wir Ihnen vorstellen.

Propolis-Therapie

Die Therapieform wird auch API-Behandlung genannt. Zum Einsatz kommt hierbei das Bienenwachs Propolis, welches auch im Bienenstock Bakterien, Viren und Pilze beseitigt. Die Bienen erzeugen es aus Baumharzen, die sie mit selbst produzierten Enzymen versetzen. Propolis hat antibiotische, antivirale und antimykotische Eigenschaften, hemmt Schmerzen und stärkt das Immunsystem des Körpers. Eine Studie aus Brasilien hat jetzt gezeigt, dass eine Kombination aus Propolis, speziellen Pilzen und den Samen eines Orleanstrauches  einen krebsblockierenden Effekt hat. Das Bienenharz-Molekül CLU-502 dämpft in den Krebszellen ein Gen, welches das Wachstum des Tumors antreibt.

Erhitzung durch Radiowellen

Kurz wird diese Behandlung auch „Hyperthermie“ genannt. Dabei erhitzen beispielsweise Radiowellen oder Ultraschall den ganzen Körper auf bis knapp 43 Grad oder – bei der Teilhyperthermie – den Teil des Körpers, in dem der Tumor wächst. Dadurch sollen Krebszellen schneller absterben, da diese sehr empfindlich gegen Hitze sind. Eine Reihe internationaler Studien konnte belegen, dass beispielsweise Patientinnen mit wiederkehrendem Brustkrebs durch Hyperthermie geholfen werden konnte.

Behandlung mit Eigenblut

Bei dieser Methode entnimmt der behandelnde Arzt Blut aus einer Vene. Dies wird dann mit homöopathischen Substanzen versetzt, ultraviolett bestrahlt oder mit destilliertem Wasser verdünnt. Ist dies geschehen, spritzt der Arzt das Blut in den Körper des erkrankten Patienten zurück. Dieses Verfahren soll einen Fremdreiz bewirken und das Immunsystem stimulieren. Ob dieses Verfahren wirklich hilft, konnte in Studien bisher nicht belegt werden.

Enzym-Methode

Diese Therapieform wird auch Enzym-Therapie genannt, das Papaya-Enzym Papain, die Bauchspeicheldrüsen-Enzyme Trypsin und Chymotrypsin sowie das Ananas-Enzym Bromelain eingesetzt werden. Diese Enzyme sollen dafür sorgen, dass Krebszellen, die sich mit einer Eiweißschicht tarnen, vom Abwehrsystem erkannt und angegriffen werden. Die Effektivität konnte bisher nur in einer Verminderung der Nebenwirkung und Dauer von Chemo- oder Strahlentherapie erkannt werden.

Homöopathie

Die Homöopathie bekämpft Krankheiten, indem sie ein stark verdünntes Mittel aus dem Pflanzen- und Tierreich oder der Welt der Mineralien verabreicht, das ähnliche Symptome auslöst wie die Krankheit selbst. So soll beispielsweise bei Entkräftung der Patienten  Arsenoxis, bei Entzündungen der Schleimhäute Silizium, bei schweren Erschöpfungszuständen Phosphor helfen. Klinische Studien, die dies belegen, gibt es nicht. Daher sollten alle homöopathischen Mittel, wenn vom Patienten gewünscht, nur als Zusatzmedikation zu den klassischen Therapieverfahren eingesetzt werden.

Tipp: Alle hier aufgeführten Therapien sollten immer mit Ärzten oder Krebsspezialisten abgesprochen werden. Von Therapieversuchen im Alleingang ist strikt abzuraten!