Ein Kratzen im Hals, brennende Augen und eine laufende Nase. Hat es uns erst einmal erwischt, helfen Nasenspülungen mit Meerwasser, beruhigende Halsbonbons und Kräutertees weiter. Doch wie kann man dem wiederkehrenden Übel von vorneherein entgehen? Der Schlüssel zu einem leistungsstarken Immunsystem besteht aus fünf Säulen:

1. Ernährung

Sie lieben Pizza, essen wenig Gemüse und trinken gerne Softdrinks? Dann sind Sie auf dem besten Wege, krank zu werden. Denn eine ausgewogene Ernährung ist das A und O für einen gestärkten Organismus. Die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit der berühmten Extra- Portion Vitamin C ist in der Regel nicht nötig, eine fettarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse deckt den normalen Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen vollständig ab. Der Grund: Unser Körper kann Vitamin C nicht speichern, sodass ein Überschuss vom Körper direkt wieder abgeführt wird. Natürliche Vitamin-C-Lieferanten sind beispielsweise Sanddorn, Zitrusfrüchte und Grünkohl.

Anders sieht die Sache bei Vitamin D aus. Das Sonnenvitamin, das die Killerzellen gegen mögliche Viren und Bakterien aktiviert, wird vor allem in der Haut durch die Einwirkung von UV-Strahlen gebildet.Vielleicht sind wir genau deswegen in der kalten Jahreszeit besonders anfällig für Infekte: Die kurzen, dunklen Tage führen zu einem Mangel an Vitamin D und bremsen so unser Immunsystem aus. Da vor allem im Winter ein Großteil der Bevölkerung den Tag in geschlossenen Räumen verbringt, ist es den meisten kaum möglich, genug Sonnenstrahlung aufzunehmen, um den Vitamin-D-Haushalt konstant zu halten. Mediziner empfehlen daher die Einnahme von Vitamin-D3-Kapseln.

2. Bewegung

Auch wenn das kalte Wetter nicht unbedingt vor die Tür lockt: Motivieren Sie sich zu einem flotten Spaziergang. Ein angeregtes Herz-Kreislauf-System, bei dem das Blut richtig in Wallung gerät, bringt auch die Immunzellen in Schwung. Sportliche Höchstleistungen in der Kälte sind allerdings nicht empfehlenswert und haben eher einen negativen Einfluss auf die eigenen Abwehrkräfte. So sind zum Beispiel Extremsportler besonders empfindlich gegenüber Infekten, da der Körper durch die andauernde starke Belastung geschwächt wird. Wer sich bereits einen Virus eingefangen hat, sollte eine Sportpause einlegen, bis es ihm wieder besser geht. Ansonsten können lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Herzmuskelentzündung drohen.

3. Impfschutz

Eine normale Erkältung ist meist harmlos und vergeht wieder recht schnell. Eine echte Grippe ist jedoch um einiges gefährlicher und kann bei bestimmten Risikogruppen sogar tödlich verlaufen. Das Immunsystem bei gesunden Erwachsenen ist meist in der Lage, diesen Virentypen die Stirn zu bieten. Da die Abwehrkräfte bereits ab dem 50. Lebensjahr sinken, empfiehlt sich eine Grippeimpfung bei älteren Menschen, insbesondere, wenn Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen. Wichtig: Die Impfung schützt nur vor dem Influenzavirus, andere Virenarten können trotz Impfschutz weiterhin eine Gefahr darstellen.

4. Schlaf

Hat uns eine Erkältung erwischt, kennen alle das Gefühl des „Gerädertseins“. Unser Körper macht sprichwörtlich schlapp und ein großes Müdigkeitsgefühl überkommt uns. Das ist auch gut so, denn in einer Schlafphase kann sich der Körper besser erholen als im Wachzustand. Viel Schlaf ist daher tatsächlich die beste Medizin.

5. Vermeiden Sie Stress

Andauernder Stress ist Gift für das Immunsystem. Chronischer Stress entsteht, wenn Menschen einer dauerhaften Belastung ausgesetzt sind. Bei akutem Stress ist das Immunsystem angeregt, hält der Stress dauerhaft an, kann es der Belastung nicht ewig standhalten. Die Folge: Die Zahl der Immunzellen im Blut sinkt und die natürlichen Killerzellen sind weniger aktiv.