Lästiges Leiden: Blasenentzündung

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen – besonders Frauen kennen diese Symptome einer Blasenentzündung. Wie Sie diesen vorbeugen oder sie, bei einer bereits bestehenden Entzündung der Blase, behandeln können.

Blasenentzündung: Auslöser

Entzündungen der Blase treten hauptsächlich bei Frauen auf. Schuld daran sind die kurze Harnröhre der Frau sowie die Nähe des Harnröhrenausgangs zum After. Meistens wird eine Entzündung der Blase durch die sogenannten Escherichia-coli-Bakterien ausgelöst. Diese gehören zur menschlichen Darmflora. Wird jedoch nach dem Toilettengang falsch von hinten nach vorn gesäubert, können die Bakterien vom Darm in die Blase gelangen. Neben den Escherichia-coli-Bakterien können seltenerweise auch andere Erreger wie Streptokokken, Klebsiellen oder auch Pilze die Blase reizen. Auch bei Männern kann sich die Blase entzünden. Hier ist der Hauptgrund eine Entzündung der Prostata.

Blasenentzündung vorbeugen – 3 Tipps

Viel Trinken

Trinken Sie mindestens 2,5 Liter am Tag. Dadurch werden die Bakterien aus der Blase „herausgespült“. Besonders gut geeignet sind Wasser, Früchte- oder Kräutertee.

Unterkühlung vermeiden

Vermeiden Sie jede Unterkühlung. Setzen Sie sich nicht auf kalte Untergründe und vermeiden Sie unbedingt auch kalte Füße. Hilfreich können auch Wärmekissen sein.

Frische Unterwäsche

Tragen Sie immer frische, nicht zu enge Unterwäsche – am besten aus Naturmaterialien. Vermeiden Sie Kunstfasern oder Kunststoffe.

Blasenentzündung behandeln

Manchmal genügen bei einer Blasenentzündung Hausmittel zur Therapie. Beispiele:

  • Entleeren Sie die Blase so oft wie nötig. Das „Verkneifen“ des Wasserlassens sollte vermieden werden.
  • Getränke wie Alkohol, Kaffee oder Zitrussäfte sollten während einer Blasenentzündung vermieden werden, da diese Getränke die Blase reizen.
  • Preiselbeersaft kann helfen, ein Rezidiv zu verhindern. Allerdings hilft der Saft nicht bei der Behandlung einer akuten Blasenentzündung.
  • Zur Schmerzreduktion kann eine Wärmflasche oder ein Heizkissen auf den Unterbauch gelegt werden. Alternativ kann auch ein warmes Sitzbad schmerzlindernd wirken.

Sollten sich die Beschwerden innerhalb von drei Tagen nicht bessern, muss ein Arzt aufgesucht werden. Möglicherweise ist eine Antibiotikatherapie erforderlich.