Gerade im Frühjahr – also zur Hochzeit des Pollenflugs – kann es Betroffenen passieren, dass ihnen die Luft wegbleibt, sie zu schnell erschöpft sind oder im schlimmsten Fall chronisches Asthma bekommen.

Hilfreiches Training

Aber selbst Asthmatikern raten Experten inzwischen zum Training. Regelmäßiger Sport trainiert die Muskulatur, die Lunge und verbessert die Durchblutung. Sekret in den Bronchien lässt sich so leichter abhusten. Es gibt weniger Anfälle und dank gestärktem Immunsystem weniger Infekte. Beachtet man ein paar Regeln, ist Outdoorsport deshalb trotz einer Atemerkrankung möglich und sogar zu empfehlen.

Wie auch in sportfreien Zeiten gilt es natürlich erst mal, seine Schwachpunkte zu kennen. Wer dank Pollenflugkalender weiß, wann die Hauptflugzeit der jeweiligen Pflanzen ist, die entsprechende Allergien auslösen, kann sie meiden.

Angepasste Zeiten

Mit angepassten Trainingszeiten ist die Pollenbelastung auf dem Land abends und in der Stadt morgens am geringsten. Ideal sind natürlich Berge ab circa 800 Metern oder Laufstrecken am Meer, wo die Blütenstaubkonzentration niedriger ist.

Weniger gut sind Sportarten mit heftigen Phasen der Belastung wie Fußball, Tennis oder Basketball.

Auch in Nadelwäldern sind deutlich weniger der lästigen Gräser unterwegs als an Wiesen-, Wald- und Ackerrändern. Zu meiden sind Gegenden mit Industrie- oder Autoabgasen. Jogger, Walker oder Biker können sich zudem über Regen freuen – denn nach einem feuchten Guss ist für Allergiker die ideale Zeit.

Sportarten auf dem offenen Wasser wie Segeln, Surfen und Schwimmen werden von Experten empfohlen, weil sich dort naturgemäß weniger Pollen befinden. Gleiches gilt für sämtliche Wintersportarten.

Atmung beim Ausdauersport

Weniger gut sind Sportarten mit heftigen Phasen der Belastung wie Fußball, Tennis oder Basketball. Denn bei ihnen verstärkt sich die Atmung, und der Kontakt mit den Pollen intensiviert sich. Ausdauersportarten hingegen haben den Vorteil, dass man die Belastung immer dem eigenen Wohlbefinden anpassen kann. Tempo zu drosseln und eine Pause einzulegen, ist beim Mannschaftssport bekanntlich schwer möglich.

Clevere tragen ihre Sportkleidung in einer Tasche und ziehen sie erst vor Ort an, um möglichst wenige Pollen einzuschleppen. Gerade für Radfahrer sind Helm und eine große, rundum anliegende Brille Pflicht. In der Apotheke gibt es für ein paar Euro auch Pollenschutzmasken.

Bei mittleren oder starken Symptomen schützen für eine dauernde Lösung auch kortisonhaltige Nasensprays oder Antihistamintabletten. In manchen Fällen ist es sinnvoll, die entsprechenden Allergiemedikamente unmittelbar vor dem Sport einzusetzen. Wichtig ist für den Körper vorher eine mehrminütige Aufwärmphase, um die Gefahr einer Verengung der Atemwege durch eine plötzliche Belastung zu vermeiden.

Sollte der Pollenflug allerdings zu stark sein, bleibt den Allergikern immer noch der Weg nach drinnen – dann warten nach wie vor Schwimmhallen und Fitnessstudios.