Obwohl die SIDS-Ursache bisher weiter ungeklärt ist, sind weltweit und auch in Deutschland sehr deutliche Präventionserfolge zu verzeichnen.

Denn eine ganze Reihe von Risikofaktoren sind gefunden worden, deren Ausschaltung mit einem messbaren Rückgang der SIDS-Häufigkeit verbunden ist: Babys schlafen in Bauchlage tiefer und sind schlechter weckbar als beim Schlaf in Rückenlage. Deshalb wird heute empfohlen, Babys in Rückenlage zum Schlafen hinzulegen.

Babys schlafen am sichersten in rauchfreier Umgebung.

Rechtsmediziner fanden heraus, dass umso mehr Babys plötzlich und unerwartet gestorben sind, je mehr bewegliche Materialien sich im Bettchen des Babys befunden haben. Physiologen gehen davon aus, dass das Bedecken von Mund und Nase zur Rückatmung des eigenen Kohlendioxids führt und dass damit das Eintreten des SIDS-Ereignisses unterstützt wird. Deshalb wird empfohlen, dass Babys am sichersten in Rückenlage und im Schlafsack schlafen – ohne zusätzliche Decke, ohne Kuscheltiere und ohne Beruhigungstüchlein.

Aktive und passive Tabakrauchexposition während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensmonaten ist mit einem erhöhten SIDS-Risiko verbunden. Babys schlafen deshalb am sichersten in rauchfreier Umgebung. Auch während der Schwangerschaft sollte auf das Rauchen komplett verzichtet werden. Das Stillen und der Gebrauch eines Schnullers tragen ebenfalls zur Verminderung des SIDS-Risikos bei.

Babys schlafen am sichersten im eigenen Bettchen im Schlafzimmer der Eltern. Impfungen sind nicht mit einer Erhöhung des SIDS-Risikos verbunden – im Gegenteil: bei geimpften Babys sind weniger SIDS-Fälle aufgetreten als bei ungeimpften Babys.

Babys sind neugierig und können in Bauchlage mehr sehen als in Rückenlage.

Weiterhin spielt die Raumtemperatur eine Rolle. Ein schlafendes Baby fühlt sich wohl, wenn es im Hals-und Nackenbereich nicht schwitzt. Eine Raumtemperatur zwischen 15-17 Grad im Schlafzimmer hat sich als günstig erwiesen. Falls es wärmer ist, sollte man dem Baby weniger anziehen und ihm einen dünneren Babyschlafsack geben.

Babymatratzen sollten nicht zu weich sein. Relativ feste und relativ wenig eindrückbare Matratzen sind mit einem verminderten SIDS-Risiko verbunden. Wenn Babys wach sind, sollten sie auch auf den Bauch gelegt werden, damit sie lernen, ihr Köpfchen zu heben. Babys sind neugierig und können in Bauchlage mehr sehen als in Rückenlage. Gleichzeitig wird dadurch auch die Muskulatur im Nacken-Hals-Bereich gekräftigt.

Kurz: Babys schlafen am sichersten in Rückenlage, im passenden Babyschlafsack ohne zusätzliche Decke, in rauchfreier Umgebung, gestillt, geimpft, falls sie mögen mit Schnuller sowie im eigenen Bettchen auf einer relativ festen und wenig eindrückbaren Matratze im Schlafzimmer der Eltern.