Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Damit ist der Schmerz eine Volkskrankheit wie Diabetes und Bluthochdruck. Das Leben der Patienten wird häufig massiv beeinträchtigt, denn neben dem Schmerz haben viele mit Schlafstörungen und der psychischen Belastung zu kämpfen.

Es ist jedoch besonders wichtig, rechtzeitig zu erkennen, welche Patienten ein hohes Risiko für eine Chronifizierung ihrer Schmerzen aufweisen, denn durch den häufigen und langanhaltenden Schmerzmittelverbrauch drohen neben Magen-Darm-Beschwerden auch Nierenschäden oder gar die Abhängigkeit. Durch einen Übergebrauch kann sogar die Aufrechterhaltung der Schmerzen begünstigt werden.

Leider dauert es oft mals Jahre, bis Patienten den Weg zu einer guten Therapie finden. Und: Neue Versorgungsformen und innovative Therapiekonzepte setzen sich nicht immer schnell und gut im Gesundheitswissen durch.

Deshalb hat die Bundesregierung vor rund fünf Jahren beschlossen, für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen sogenannten Innovationsfonds einzuführen, der in den letzten Jahren jährlich mit 300 Millionen Euro ausgestattet worden ist.
Das Ziel: Es sollen Versorgungsformen aufgebaut werden, deren Ergebnisse nach drei Jahren wissenschaftlich bewertet und, falls sinnvoll, in die Regelversorgung in ganz Deutschland eingeführt werden. Rund zehn Modellprojekte im Bereich Schmerz werden so die Versorgung zukünftig verbessern, das größte davon (PAIN2020) unter Federführung der Deutschen Schmerzgesellschafft e.V.

In diesem Sinne gilt es jetzt gemeinsam mit der Bundesregierung, den Fachgesellschaften, sowie den Partienten an einem Strang zu ziehen und sich für die Aufklärung und Forschung stark zu machen.
 

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