Mit der Sehhilfe in den Herbst, das ist nicht ganz einfach. Klar, die Farben, das bunte Laub: ohne Brille für Menschen mit Sehschwäche nur halb so prachtvoll. Aber der September bringt noch ein paar andere Dinge mit, und die machen’s dann eben doch schwer, den Sommer gehen zu lassen. Sprechen wir über die drei größten Herbsthürden – und wie wir ihnen ganz gelassen entgegengucken.

Herbsthürde 1:

Das Wetter.

Sonniger September, goldener Oktober, nebliger November, das behauptet der Kalender. Am Ende macht das Wetter im Herbst aber doch, was es will, und zwar ziemlich oft. Genau. Regnen. Heißt für Menschen mit Brille: Regentropfen. Auf den Gläsern. Nass oder getrocknet, egal, ein Gräuel! Diese vielen kleinen Tropfenränder, da ist an klare Sicht nicht mehr zu denken.

Auch das geht jetzt wieder los: beschlagene Brillengläser.

Auch der Nebel, der jetzt wieder öfter auftaucht, so dicht, dass man schon kurz zweifelt, ob nicht doch die Brille voller Schlieren ist. Der Nebel also, der ist reichlich feucht, setzt sich auf Haare, Augenbrauen und Brillengläser und hinterlässt ebenso seine Spuren. Wer jetzt zum Jackenzipfel greift: Stopp! Jacke, Pulli, Jeans sind Stress pur für die Gläser und ein Garant für Kratzer und Co. Deshalb mein erster Tipp fürs bessere Sehen, diesen Herbst und alle folgenden: Großpackung Mikrofasertücher kaufen, überall in Griffweite und alle (Jacken-)Taschen verteilen.

Herbsthürde 2:

Die Temperaturunterschiede.

Auch das geht jetzt wieder los: beschlagene Brillengläser. Da bleibt die Wahl zwischen Brille abnehmen, hilflos im Café umherirren und die gesuchte Person auf einen Meter Entfernung dann doch übersehen (peinlich), oder Brille auflassen, mit beschlagenen Brillengläsern noch weniger sehen, den ersten Tisch an der Tür rammen und nur mit sehr viel Glück dabei die Verabredung treffen. Was tun?

Angeblich soll helfen, rückwärts den Raum zu betreten… Der Grundgedanke ist aber gar nicht so verkehrt; es geht darum, die Brille nicht schockaufzutauen. Mein zweiter Tipp fürs bessere Herbstsehen: Langsam an die warme Luft drinnen gewöhnen.Tut auch ein kurzes Verharren im Eingangsbereich.

Herbsthürde 3:

Der Sonnenuntergang.

Macht melancholisch, macht aber vor allem echte Probleme, wenn man – wie vom Sommer gewohnt – nur mit Sonnenbrille auf der Nase loszieht. Denn, schwups, ist sie weg, die Sonne, viel schneller als noch im Juli. Sonnenuntergang in Brillenfräuleins Breitengraden am heutigen 1. September: 20.08 Uhr.

Da hilft nur mein dritter Tipp für ungetrübte Sicht im Herbst: selbsttönende Brillengläser. Eine superpraktische Sache, denn mit ihnen entfällt das auf die Dauer doch lästige Wechseln zwischen Sonne und Korrektion. Die Gläser passen sich unter direkter UV-Bestrahlung ganz von selbst an.

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