Warum haben Sie sich für eine Laseroperation entschieden? Hatten Sie vorher irgendwelche Bedenken?

Ich wollte meinen Sport sorgenfrei ausüben können. Insbesondere der ständige Kontakt mit Sand und Schweiß, aber natürlich auch schwierige Wetterbedingungen wie Wind und Regen sind mit Kontaktlinsen eher schwer zu bewältigen. Eine Brille kam zudem nie infrage für mich. Ich hatte im Vorfeld keinerlei Bedenken, da ich auch schon von Sportlern wusste, die eine solche OP haben machen lassen. Im Vordergrund standen zu 100 Prozent die vielen Vorteile. Man vergisst ja auch irgendwann, was es eigentlich bedeutet, nicht auf eine Sehhilfe angewiesen zu sein, und wie lebensverändernd das dann doch ist.

Können Sie uns etwas über den Ablauf der Behandlung erzählen?

Ich hatte ein Vorgespräch und natürlich die diversen Vortests, die man durchläuft, bevor man zur OP zugelassen wird. Der Eingriff hat insgesamt nur zwölf Minuten gedauert, danach bin ich nach Hause entlassen worden, und am nächsten Tag bin ich noch mal zum Routine-Check-up zurück in die Klinik gefahren. Es ging alles wahnsinnig schnell und unkompliziert. Dennoch muss man sagen, dass es nicht komplett ohne Schmerzen geklappt hat – weniger beim Eingriff selbst, aber dann einige Stunden danach. Ich hatte für circa drei bis vier Stunden ein wenig zu kämpfen, aber als das überstanden war, hatte ich nie wieder Schmerzen.

Wie schnell waren Sie nach dem Eingriff wieder voll einsatzfähig?

Am Tag selbst konnte ich nicht mehr viel machen, aber bereits am nächsten Tag war ich definitiv voll funktionsfähig. Ich kann mich nicht wirklich an Probleme erinnern, ich habe nur Maßnahmen ergriffen, die mir ärztlich verschrieben wurden. Es kann gut sein, dass dazu Augentropfen gehört haben. Darüber hinaus gab es aber keine durchgeführten Maßnahmen. Bis ich wieder ins Training einsteigen konnte, musste ich allerdings zehn Tage warten, was aber auch sehr überschaubar war.

Wie hat sich das Ergebnis der OP auf Ihren Job als Profisportlerin und auf Ihren Alltag ausgewirkt?

Ich hatte seit dem Eingriff nie wieder mit entzündlichen Augenerkrankungen zu tun beziehungsweise musste nie wieder mein Training aussetzen aufgrund von Problemen mit Kontaktlinsen oder Augenentzündungen. Zudem hatte ich das Gefühl, konstant scharf zu sehen, was bei Linsen oft nicht der Fall war beziehungsweise ließ die Schärfe einfach schneller wieder nach. Im Alltag sind es vor allem die kleinen Dinge, einfach mal eine Nacht spontan woanders verbringen, ohne Probleme dadurch zu haben, dass man kein Kontaktlinsenzubehör dabeihat, oder beim (problemlosen) Fernsehen im Bett abends einfach einschlafen zu können.

Sie haben sich die Augen im Jahr 2008 lasern lassen. Mussten Sie seitdem zu einer Nachbehandlung oder einer Nachbesserung?

Nein.

Sie haben 2012 an den Olympischen Spielen in London teilgenommen. Hat die klare Sicht ohne Brille zu diesem Erfolg beigetragen?

Das ist schwer zu sagen, zu sportlichem Erfolg gehören einfach sehr viele Komponenten, die stimmen müssen. Aber es war sicherlich eine kleine Stellschraube, die mich dabei unterstützt hat.