Fast 70 Prozent der Menschen wären eher bereit zehn Lebensjahre oder sogar eine Gliedmaße zu opfern als ihr Augenlicht. Dieses Ergebnis einer Umfrage zeigt, wie wichtig uns das Sehen ist. Im Alltag behandeln viele von uns ihre Augen jedoch nicht besonders schonend: Wer acht Stunden täglich am Computer arbeitet und in der Freizeit auch noch auf das Smartphone oder den Fernseher blickt, leidet nicht selten an trockenen, brennenden Augen.

Kinder riskieren sogar, stark kurzsichtig zu werden, wenn sie schon in jungen Jahren mehr Zeit vor dem Bildschirm als auf dem Spielplatz verbringen. Hinzu kommt eine eher geringe Bereitschaft zur regelmäßigen Vorsorge: Die Wartezeiten beim Augenarzt sind lang – wer möchte das in Kauf nehmen, wenn er offensichtlich keine Beschwerden hat?

Doch nur wer regelmäßig vorsorgt, kann seine Augen bis ins hohe Alter vor schweren Erkrankungen schützen: Das Glaukom oder die altersbedingte Makuladegeneration sind weitverbreitete Volkskrankheiten, die zu schweren Sehbehinderungen und Erblindung führen können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. Das Tückische an diesen Erkrankungen ist, dass sie erst dann Symptome verursachen, wenn der Schaden am Auge bereits unumkehrbar fortgeschritten ist.

Die Sehprobleme können dann nicht mehr behandelt werden. Bei regelmäßiger Vorsorge kann der Augenarzt die meisten Augenerkrankungen aber schon in einem sehr frühen Stadium feststellen. Wird die Behandlung dann rechtzeitig begonnen, kann oft ein Großteil der Sehkraft erhalten werden. Die DOG empfiehlt die augenärztliche Vorsorge besonders für Patienten, die über 60 Jahre alt sind, an starker Kurzsichtigkeit leiden oder Familienmitglieder mit Augenerkrankungen haben.

Wer seine Augen dauerhaft gesund erhalten möchte, sollte zudem regelmäßige Computerpausen einlegen, viel Zeit draußen im Freien verbringen und bei Sonnenschein die Augen mit einer Sonnenbrille schützen. Gesundes und abwechslungsreiches Essen hilft zusätzlich, die Augen zu schützen. Ein guter Rat ist auch, das Rauchen aufzugeben.