Der Grund ist die Trübung der Augenlinse. Mit zunehmendem Alter passiert dies vor allem aufgrund von verschlechterter Nährstoffversorgung der Linse. Ab dem 65. Lebensjahr kann man daher altersbedingt bei fast jedem Menschen eine leichte Trübung feststellen. Oft sind beide Augen betroffen.

Verschiedene Auslöser

Auslöser können auch ein Diabetes oder vermehrte Infrarotstrahlung sein. In seltenen Fällen ist der graue Star angeboren, zum Beispiel aufgrund einer Erbkrankheit oder Infektion der Mutter während der Schwangerschaft.

Experten raten, ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig eine Untersuchung beim Augenarzt zu unternehmen, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen.

Hilfe durch OP

Es gibt keine Medikamente, die gegen die Linsentrübung helfen, aber dennoch eine gute Nachricht: Mithilfe einer Operation lässt sie sich behandeln. Schon die alten Ägypter sollen sich daran versucht haben. Allerdings war ihr Herumdoktern, der sogenannte „Starstich“, mit einem spitzen Gegenstand im Auge oft nur negativ erfolgreich – Infektionen oder Erblindung waren die Folge.

Dank moderner Medizin kann heute schon seit den 1960er-Jahren während einer ambulanten OP mit örtlicher Betäubung die natürliche Linse durch eine künstliche ersetzt werden.

Künstliche Linse

Allein in Deutschland wird diese Operation inzwischen rund 700.000-mal im Jahr durchgeführt. Meistens bestehen die künstlichen Linsen aus Materialien wie Plexiglas oder Silikon. Eingesetzt werden kann auch eine multifokale Linse: Diese hat mehrere Brennpunkte und ersetzt dann sogar die Lesebrille. Drei bis vier Wochen nach der OP muss der Patient entzündungshemmende Augentropfen anwenden. Sechs bis acht Wochen dauert die Heilung. Aber bereits am Tag nach der OP ist für den Behandelten die Sicht schon klarer.

Besseres Sehvermögen

Bei 90 bis 95 Prozent der Betroffenen bessert sich daher das Sehvermögen nach dem Eingriff deutlich. Insbesondere dann, wenn das Auge nicht anderweitig erkrankt ist.