Einer aktuellen Umfrage der Aktion Gesunder Rücken zufolge geben 70 Prozent der 1.000 Befragten an, mindestens einmal im Monat unter Rückenschmerzen zu leiden. Die gute Nachricht: Über 90 Prozent aller Rückenschmerzen sind unkompliziert. Das heißt, nur selten liegen ernsthafte Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfälle, vor. Wenn sich der Rücken bemerkbar macht, sollten Betroffene einen Blick auf ihre Gewohnheiten und das Umfeld werfen.

Häufig lassen sich Rückenschmerzen auf zu wenig Bewegung, negativen Stress, falsche Ernährung oder nicht ergonomische Alltagsgegenstände zurückführen. Oft beeinflussen sich diese Faktoren gegenseitig und führen zu Verspannungen. Doch Betroffene können sehr viel selbst tun, damit die Beschwerden bald wieder verschwinden.

Damit unergonomische Bürostühle, Autositze, Schuhe, Betten oder viele weitere Alltagsgegenstände das Kreuz nicht quälen, vergibt die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. ein Gütesiegel für besonders rückenfreundliche Produkte. Verbraucher können anhand des Siegels „Geprüft & empfohlen“ auf die Rückenfreundlichkeit der Produkte vertrauen, die durch unabhängige medizinische Experten bestätigt wurde.

Doch nicht nur rückenfreundliche Produkte kommen dem Rücken zugute. Werden Muskeln und Gelenke bewegt, wirkt das wie eine kleine Massage. Verspannungen werden gelockert, die Durchblutung wird angeregt und die Schmerzen lassen nach. Eine Schonhaltung, also das Vermeiden von Bewegungen, dagegen kann die Schmerzen noch verstärken. Eine gekräftigte Muskulatur, beispielsweise mit AGR-zertifizierten Trainingsgeräten oder einem Online-Präventionsprogramm, kann helfen, die Verspannungen zu lösen.

Auch in den Alltag sollte so viel Bewegung wie möglich integriert werden. Das Ziel sollten 10.000 Schritte am Tag sein. Wer allerdings einen Bürojob hat und mit dem Auto zur Arbeit fährt, kommt meist nicht einmal auf die Hälfte. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, mehr Schritte in den Alltag zu integrieren. Beispielsweise öfters mal die Treppe nutzen, statt mit dem Fahrstuhl zu fahren, zur Bus- oder Bahnhaltestelle laufen und/oder eine Station früher aussteigen und das letzte Stück zu Fuß gehen.

Oder wer regelmäßig in der Mittagspause spazieren geht, füllt sein Schrittekonto ganz nebenbei. Besonders förderlich ist dabei Bewegung an der frischen Luft: Der Stoffwechsel wird angeregt, der Blutdruck sinkt langfristig, die Produktion des Schlafhormons Melatonin wird reguliert und die Bildung von Glückshormonen gefördert. Ob ein Spaziergang, Radfahren, Nordic Walking, Inlineskaten, Kanufahren oder eine Partie Golf.

Deswegen steht auch der diesjährige Tag der Rückengesundheit, initiiert von der Aktion Gesunder Rücken und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen, unter dem Motto „Rückenfit an der frischen Luft“. Rund um den 15. März finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen, Workshops und Aktionen statt. Die Aktionen und Veranstaltungen zum Tag der Rückengesundheit finden Sie unter www.agr-ev.de/tdr.