Jenseits der 45 häufen sich die Zipperlein. Besonders verbreitet: Arthrose, auch Gelenkverschleiß genannt. Zwar können schon junge Menschen darunter leiden, aber mit dem Alter nimmt die Zahl der Betroffenen zu, bis mit 65 plus rund die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer darunter leiden.

Oft werden dann Schmerzen und Bewegungseinschränkungen als „unvermeidliche Alterserscheinung“ hingenommen. Dabei gibt es durchaus wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Verschiedene Maßnahmen kombinieren

Ein einzelnes „Wundermittel“ gegen Arthrose existiert allerdings nicht, stattdessen müssen Maßnahmen wie Bewegung, gesunde Ernährung, Physiotherapie, Medikamente, Injektionen mit Hyaluronsäure etc. kombiniert werden, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Für den Patienten kann ein guter Arzt, der ausführlich berät und über alle Optionen informiert, dann Gold wert sein.

So ist zum Beispiel Bewegung ein wichtiger Baustein der Arthrose-Behandlung. Denn sie sorgt dafür, dass der schützende Gelenkknorpel ausreichend ernährt wird.

Dies geschieht über die Gelenkflüssigkeit. Da aber nicht jede Bewegungsform den Gelenken nützt, ist kompetente Beratung wichtig: Welcher Sport ist gut für mich, wie hoch darf die Belastung sein, wie vermeidet man Überbeanspruchung und ist eine spezielle Physiotherapie ratsam? All dies kann mit dem Facharzt besprochen werden.

Große Unterschiede bei der Hyaluronsäure-Behandlung

Eine bessere Schmierung und Versorgung des Gelenkknorpels lässt sich außerdem durch die Injektion von Hyaluronsäuren direkt in das erkrankte Gelenk erreichen. Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil der natürlichen Gelenkflüssigkeit und kann dessen, bei Arthrose-Patienten häufig eingeschränkte oder verlorengegangene, Funktion wiederherstellen.

Auch hier kommt es aber auf eine gute Beratung an. Denn es gibt zahlreiche unterschiedliche Hyaluronsäure-Präparate auf dem Markt, aus denen eine Wahl zu treffen ist. Die Produkte unterscheiden sich vor allem durch ihr Molekulargewicht, das von ca. 0,7 bis 6 Millionen Dalton (atomare Masseeinheit) variieren kann.

Dabei haben sich hochmolekulare Präparate, wie etwa Hylan G-F 20 mit einem Molekulargewicht von 6 Millionen Dalton, als vorteilhaft erwiesen. Mit seiner doppelt quervernetzten Struktur besitzt es annähernd die gleiche Beschaffenheit wie die natürliche Gelenkflüssigkeit.

Dadurch kann es besonders effektiv schützen und verbleibt länger im Gelenk als niedermolekulare Hyaluronsäuren. Studien zufolge kann schon eine einzige Injektion die Schmerzen bei Kniearthrose für bis zu 12 Monate spürbar lindern. Und auch auf lange Sicht kann die hochmolekulare Hyaluronsäure Vorteile bringen:

Der oft am Ende einer „Arthrose-Karriere“ stehende Einsatz einer Gelenkprothese ließ sich nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie an Kniearthrose-Patienten durch Injektionen mit Hylan G-F 20 bei dreiviertel der Untersuchten  um mehr als sieben Jahre hinauszögern5.

Den richtigen Facharzt finden

Über das notwendige Detailwissen und die Erfahrung für die Behandlung von Arthrose-Patienten verfügen meist eher Fachärzte wie Orthopäden. Bei der Wahl des Arztes sollten Betroffene außerdem darauf achten, dass er die verschiedenen Behandlungsoptionen erklärt und auch Hinweise zur Lebensweise und Ernährung geben kann.

Auf Fragen sollte er eingehen und sie laienverständlich beantworten. Da Gelenkverschleiß nicht endgültig heilbar ist und den Patienten meist lebenslang begleitet, lohnt es sich ganz besonders, einen Arzt zu suchen, dem man voll vertraut.