Frauen stört diese Steifheit beim Tragen von High heels, Männer beklagen sich häufiger über Knochenkanten die im Schuh drücken. Im Gegensatz zum Hallux valgus der mit großer Mehrheit Frauen betrifft, findet sich die Arthrose am Großzehengrundgelenk zwischen den Geschlechtern gleichmäßiger verteilt.

In den Frühstadien der Erkrankung stehen verschiedene konservative Behandlungsoptionen zur Verfügung. Ist es vor allem die Biegung der Großzehe nach oben, welche den Schmerz verursacht, kann durch steife Einlagen oder durch Versteifungselemente in der Schuhsohle häufig eine Besserung der Symptome erreicht werden.

Sind es vor allem die Knochenkanten die Beschwerden verursachen, kann auf weiche und weite Schuhe ausgewichen werden. Starke Reizzustände des Gelenks lassen sich durch die Injektion von Cortison oder Hyaluronsäure bekämpfen. Die Möglichkeiten dieses Krankheitsbild durch Krankengymnastik zu behandeln sind begrenzt. Weder verbesserte sich der Knorpel durch Physiotherapie, noch verschwinden die Knochenkanten.

Die Versteifung bedeutet den Verlust der Beweglichkeit, ist aber hinsichtlich der Schmerzreduktion das sicherste Verfahren.

Mit einer kleinen Operation können störende Knochenkanten entfernt werden. Ist der Knorpelschaden weit fortgeschritten besteht die die Option der Gelenkversteifung. Alternativ kann Kunstgewebe oder eine Prothese implantiert werden.

Allerdings kann mit keinem der operativen Verfahren ein neues und normales Gelenk erreicht werden. Ist der Knorpel stark geschädigt, verbleiben beim Abtragen der Knochenkanten oft Restbeschwerden. Die Versteifung bedeutet den Verlust der Beweglichkeit, ist aber hinsichtlich der Schmerzreduktion das sicherste Verfahren.

Die Implantation von Kunstgewebe oder Prothesen ist unverändert Gegenstand von Forschungsarbeiten. Gerade einer höheren Belastung (z.B. Sport) ist ein Gelenkersatz oft nicht gewachsen.