Vorweg: Das ideale Verhütungsmittel gibt es nicht. Persönliche Wünsche, Lebenslage, Partnerschaft, Gesundheit – all dies beeinflusst die persönliche Wahl.


Blick in die Verhütungsstatistik


Die Pille ist für viele Frauen oder Paare dabei seit Jahrzehnten die erste Wahl, 55 Prozent aller Erwachsenen, die Empfängnisverhütungsmittel anwenden, entscheiden sich, laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dafür. 36 Prozent der Frauen und Männer wählen Kondome, elf Prozent verhüten mit der Spirale. Verhütungsmittel wie Vaginalring und Dreimonatsspritze werden relativ selten angewandt (jeweils zwei Prozent), obwohl sie ähnlich sicher wie die Pille sind.

Die Sterilisation des Mannes beziehungsweise der Frau kommt erst nach abgeschlossener Familienplanung infrage. Mit Hormonimplantaten, Temperaturmetssung und Fruchtbarkeitscomputern verhütet jeweils nur ein Prozent der Erwachsenen.


Auf die Sicherheit kommt es an


Welches Verhütungsmittel ein Paar wählt, sollte immer im Gespräch mit einem Gynäkologen oder Urologen entschieden werden. Die Sicherheit der Verhütungsmethode spielt bei der Wahl natürlich eine entscheidende Rolle. Ein gewisses Maß für die Sicherheit gibt der Pearl-Index, benannt nach dem Biologen Raymond Pearl († 1940).

Der Pearl-Index nennt die Zahl der Schwangerschaften, die eintreten, wenn hundert Frauen ein Jahr lang ein bestimmtes Verhütungsmittel anwenden. Ein niedriger Pearl-Index bedeutet: wenig Schwangerschaften und damit eine hohe Sicherheit. Ein höherer Pearl-Index heißt: mehr Schwangerschaften und eine geringere Sicherheit. Wird überhaupt nicht verhütet, liegt der Pearl-Index bei jungen Frauen bei etwa 800 Mit zunehmendem Alter sinkt er ab, bis er sich in den Wechseljahren schließlich auf null reduziert.