Ab dem 55. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf diese Untersuchung. Viele Menschen empfinden aber Unbehagen beim Gedanken an eine Darmspiegelung oder lehnen sie ganz ab. Vier Alternativen zur Früherkennung möchten wir Ihnen vorstellen.

„Blut-im-Stuhl”-Test

Durch die Einführung des sogenannten „Guajak“- oder „Hämoccult“-Tests zur Darmkrebsfrüherkennung konnte bereits ein positiver Einfluss auf die Darmkrebs-Sterberate genommen werden. Bei diesem Test handelt es sich um einen „Blut-im-Stuhl“-Test. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen alle zwei Jahre ab dem 50. Lebensjahr.

Immunologischer „Blut-im-Stuhl“-Test

Inzwischen gibt es auch neuere, verbesserte Stuhltests zur Darmkrebsvorsorge, für welche die Krankenkassen die Kosten bislang nicht übernehmen. Zum einen handelt es sich um den immunologischen „Blut-im-Stuhl“-Test, der eine Verfeinerung des herkömmlichen Guajak-Tests darstellt. Auch dieser ist weiterhin auf das Vorhandensein einer Blutungsquelle im Darm angewiesen.

Enzymtest M2-PK

Ein völlig anderes Verfahren ist der Enzymtest M2-PK, der gänzlich unabhängig von Blut im Stuhl ist. Er erkennt sowohl blutende als auch nicht blutende Polypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs) und Darmkrebs. Dieser Test misst einen spezifischen Enzym-Biomarker, der bei der Entstehung von Polypen und Darmkrebs eine entscheidende Rolle spielt.

Kombitest M2-PK + iFOB

Es gibt auch einen 2-in-1-Kombitest, der in einem einzigen Test sowohl das Enzym M2-PK als auch immunologisch „Blut-im-Stuhl“ (iFOB) nachweist. Die Kombination eines modernen Enzym-Biomarkers wie M2-PK (siehe Punkt 3) mit einer modernen immunologischen Blut-im-Stuhl-Bestimmung (iFOB, siehe Punkt 2) verbindet die Vorteile beider Verfahren.

Nicht vergessen:

Keines der zuvor vorgestellten Verfahren ist ein Ersatz für eine Darmspiegelung. Denn zeigt ein Test ein auffälliges Ergebnis, dann ist ebenfalls eine Koloskopie notwendig.