Diese enorme Leistung sorgt dafür, dass die verschiedenen Körperfunktionen aufrechterhalten werden können. Notwendig dafür ist neben ausreichendem Training – sprich Bewegung – auch die ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen für die Herzzellen. Die inneren Werte zählen somit auch beim Herz. Nach Kalzium und Phosphor kommt Kalium innerhalb der menschlichen Zellen am dritthäufigsten vor.

Eine Vielzahl von Körperfunktionen sind von diesem Mineralstoff abhängig, teilweise zusammen mit anderen Nährstoffen: „Kalium und Magnesium beispielsweise steuern unter anderem die Erregungsleitung in der Muskel- und Nervenzelle“, erläutert Dr. Peter Jakob, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Hamburg. Dies ist für die Aktivierung und Anspannung von Muskeln, also auch dem Herzmuskel, von großer Bedeutung.

Herzstolpern auf der Spur

Kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen Kalium und Magnesium, kann dies zu Beschwerden wie Herzrhythmusstörungen führen. Patienten nehmen dies oft zunächst als „Herzstolpern“ wahr. Treten die Anzeichen wiederholt auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen zu klären. Ein häufiger Grund für Herzrhythmusstörungen ist ein Ungleichgewicht des Kalium-Magnesium-Spiegels.

Ausgewogene Ernährung als Basis

Mikronährstoffe wie Kalium und Magnesium kann der Körper nicht selbst bilden. „Daher ist die Basis für eine ausreichende Zufuhr eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung“, so Dr. Jakob. Bei einigen Menschen reicht Ernährung allein aber nicht aus, um den Bedarf zu decken, beispielsweise wegen der Einnahme entwässernder Medikamente. Zur diätetischen Behandlung von Herzerkrankungen, insbesondere von Herzrhythmusstörungen, stehen daher speziell abgestimmte Präparate zur Verfügung, mit denen ein Mehrbedarf ausgeglichen und ein regelmäßiger Herzschlag unterstützt werden kann.

Kalium und Magnesium im Doppelpack

Wichtig zu wissen ist, dass der Ausgleich eines Kaliummangels nur bei einer ausreichenden Versorgung mit Magnesium möglich ist. Neben Kalium und Magnesium sind zudem weitere Mikronährstoffe von Bedeutung. Für die Gewinnung von Energie aus der Nahrung spielen im Körper beispielsweise Coenzym Q10 und Vitamin B3 eine wichtige Rolle. Coenzym Q10 kann der Körper selbst bilden, wenn ausreichend Vitamin B3 (Niacin), Folsäure und Vitamin B12 zur Verfügung stehen. Bei einer Zufuhr von Mikronährstoffen, etwa durch eine ergänzende bilanzierte Diät, sollten Patienten daher am besten auf die besondere Gewichtung der Inhaltsstoffe achten.