Gerade weil Bauchschmerzen vielfältig und verbreitet sind, sind Betroffene aber auch oft ratlos, ob und wann sie sich mit ihren Beschwerden an einen Arzt wenden sollen und wann einfache Hausmittel helfen.

Magenschleimhautentzündung

Hinter Übelkeit und Erbrechen stecke in den allermeisten Fällen die Magenschleimhaut, die sich entzündet hat und deshalb Übelkeit und Erbrechen verursacht. Auslöser einer sogenannten Gastritis, bei der der Magen mehr Säure ausschüttet als die Schleimhäute vertragen, können Medikamente sein, aber auch übermäßiger Alkohol- oder Nikotingenuss, Viren oder Bakterien. Solch eine Magenschleimhautentzündung ist normalerweise harmlos und gibt sich auch ohne ärztliche Behandlung nach spätestens einer Woche wieder.

Tipps bei Magenschleimhautentzündung

  • Schonen Sie sich.
  • Trinken Sie warmen Tee.
  • Essen Sie leicht Verdauliches wie Zwieback und Haferschleim.
  • Auch Wärmekissen oder Wärmflaschen werden von Betroffenen als angenehm empfunden. Hier sind recyclingfähige Produkte empfehlenswert, denn sie bestehen überwiegend aus Zuckerrohr, enthalten weder PVC noch Weichmacher und sind eine umweltfreundliche Alternative für alle Konsumenten, die ihre Kaufentscheidungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein treffen möchten.
  • Werden die Beschwerden innerhalb einer Woche nicht besser oder treten sie wenige Wochen später wieder auf, sollte man das vom Arzt abklären lassen.

Sodbrennen

Brennen und Aufstoßen aufgrund von Sodbrennen kennt in Deutschland etwa jeder Dritte. Grund für Sodbrennen ist, dass Magensäure und Galle aus dem Magen in die Speiseröhre fließen. Im Normalfall verhindert dies – vereinfacht dargestellt – ein Muskel am unteren Ende der Speiseröhre, der sich nach dem Schlucken schließt. Ist dieser Muskel jedoch geschwächt, kann es zum Rückfluss von Säure und Galle aus dem Magen kommen.

Die Symptome können sich sogar verschlimmern, wenn chronisches Sodbrennen unbehandelt bleibt. Die Speiseröhre kann sich chronisch entzünden. Dies führt häufig zu Komplikationen wie Schluckbeschwerden, Geschwüren oder gar dauerhaften Verengungen der Speiseröhre. Im schlimmsten Fall entwickeln sich Veränderungen der Schleimhaut bis hin zum Speiseröhrenkrebs. Bislang wird bei der operativen Behandlung des chronischen Sodbrennens ein Teil des Magens um die Speiseröhre geschlungen.

Tipps gegen Sodbrennen

  • Nehmen Sie lieber mehrere kleine statt wenige große Mahlzeiten zu sich.
  • Meiden Sie fette und scharf gewürzte Speisen.
  • Trinken Sie nicht direkt zum Essen, sondern zwischen den Mahlzeiten. Bevorzugen Sie Getränke ohne oder mit wenig Kohlensäure.
  • Feuchte, warme Wickel auf dem Bauch können Linderung bringen, und auch eine Wärmflasche ist ein wirksames Hausmittel gegen Sodbrennen.
  • Helfen Hausmittel nicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.