Nachmittags plagen ihn jedoch heftigste Bauchschmerzen, so dass eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus erfolgt. Ein bösartiger Tumor wird festgestellt, der die Anlage einer künstlichen Öffnung des Darms (Stoma) erfordert.

Wie haben sie nach der OP das Stoma wahrgenommen?

Nach der OP auf der Intensivstation ging es mir nicht gut. Und ich habe noch nicht verstanden, was sich für mein Leben verändert hat.

Wie ging es weiter?

Als ich auf eine normale Station verlegt wurde, wurden mir von Tag zu Tag die neuen Lebensumstände klarer. Meine Frau und ich versuchten uns auf die neue Situation einzustellen. Dabei wurden wir von der Stomatherapeutin Maria Wiesemeyer, PROLIFE enteron unterstützt. Sie hat die richtigen Versorgungsmaterialien ausgewählt, uns den Umgang mit Materialien und Stoma gezeigt. Und vor allem gab sie uns gute Tipps zur Ernährung und zu Aktivitäten.

Wie wurde der Kontakt zur Stomatherapeutin hergerstellt?

Die Klinik in der ich operiert wurde, arbeitet bei der Patientenentlassung mit externen Stomatherapeuten zusammen.  Dadurch steht den Betroffenen immer jemand mit Rat und Tat zur Seite, der in diesem Bereich spezialisiertes Wissen und Erfahrung hat.

Wie sieht ihr Alltag heute aus?

Für mich kommt erschwerend hinzu, dass ich nach einem Schlaganfall den linken Arm nicht voll bewegen kann, so dass ich auf die Hilfe meiner Frau angewiesen bin. Die meisten Betroffenen haben es in diesem Punkt etwas leichter und können sich komplett selbst versorgen. Aber im Team schaffen wir das. Die Teilnahme an Familienfeiern und kleineren Ausflügen sind so sehr gut händelbar.

Was würden Sie anderen Betroffenen raten?

Das nähere Umfeld über das Handicap informieren. So weiß jeder Bescheid, wenn ich mal schnell ins Badezimmer muss, um die Versorgung zu erneuern. Oder wenn der Bauch knurrt. Und auf jeden Fall die regelmäßige Unterstützung einer Stomatherapeutin in Anspruch nehmen.

Wer übernimmt die Kosten für die Beratung und die Versorgungsmaterialien?

Die Kosten für die Versorgungsmaterialien übernimmt glücklicherweise meine Krankenkasse, die KKH. Und meine Stomatherapeutin von Prolife enteron finanziert sich durch die Belieferung und Abrechnung der Produkte.