Er fühlte sich unwohl, schlapp und konnte selbst nach einer kurzen Anstrengung kaum noch atmen. Ronald S. ging es eigentlich nur noch gut, wenn er sich nicht bewegte. „Bei einer routinemäßigen Darmspiegelung stellten die Ärzte dann fest, dass ich Wasser in der Lunge hatte. Danach diagnostizierten sie, dass ich an einer Herzinsuffizienz litt.“ Sie verschrieben ihm Medikamente, die er täglich nehmen muss.

Gefährliche Herzinsuffizienz

In Deutschland sind circa 1,2 Millionen Menschen von Herzinsuffizienz betroffen. Sie gehört zu den häufigsten internistischen Erkrankungen. Die Anzahl der Betroffenen steigt. Neben einer gesunden Lebensweise empfehlen Experten, dass der Patient aufeinander abgestimmte Medikamente zu sich nimmt.

So lassen sich die Symptome lindern. Um diese Medikamente optimal zu dosieren, ist wiederum der Pulmonalarteriendruck, PA-Druck, entscheidend. Sein Wert ist ein wichtiger Indikator für den aktuellen Gesundheitszustand des Patienten.

Wichtige Druckkontrolle

„Herzinsuffizienz ist eine fortschreitende Erkrankung, und eine sich anbahnende Verschlechterung merken Patienten zunächst gar nicht“, sagt Prof. Dr. med. Birgit Aßmus vom Universitätsklinikum Frankfurt.

Der Sensor ermittelt die Blutdruckwerte, die über ein externes Messsystem ausgelesen werden.

„Macht sich diese bemerkbar, ist eine Krankenhauseinweisung oft schon unumgänglich.“ Für die Kontrolle des PA-Drucks war bisher eine invasive Rechtsherzkatheteruntersuchung notwendig.

Für eine optimalere Behandlung gibt es jedoch inzwischen einen Durchbruch – mithilfe moderner Telemonitoring-Methoden. Ein innovatives System bemerkt dabei bereits, dass sich die Gesundheit verschlechtert, wenn der Patient das selbst noch nicht verspürt. Zum Einsatz kommt dafür ein kleiner kabelloser Sensor. Er wird vorher durch eine minimalinvasive Implantation in die Pulmonalarterie eingesetzt. Dort ermittelt der Sensor die Blutdruckwerte, die über ein externes Messsystem ausgelesen werden.

Hilfreicher Sensor

Auch bei Ronald S. ermittelt der Sensor inzwischen seine Blutwerte. Dazu muss er sich jeden Morgen zu Hause lediglich 45 Sekunden auf ein Messkissen legen. Die Werte werden vom Sensor abgerufen und dann über sichere Funkverbindungen an seine Ärztin zur Kontrolle geschickt.

Ich kann auch wieder voller Freude in den Urlaub fahren

„Das Kissen liegt neben meinem Bett und ich kann mich morgens ganz drauflegen, langsam wach werden und die Messung vornehmen”, so S. „Im Alltag stellt diese Kontrolle keine zusätzliche Belastung für mich dar. Dank der kontinuierlichen Messungen fühle ich mich sicher und gut betreut.“ Einmal meldete der Sensor bereits eine Verschlechterung. Seine Ärztin stellte die Medikamente um.

„Wenn bei mir gesundheitlich etwas nicht stimmt, ist es auf jeden Fall nicht das Herz, und das beruhigt mich“, so Ronald S. „Ich kann auch wieder voller Freude in den Urlaub fahren – denn auch dort kann ich meine Werte ganz einfach
checken.“