Das unangenehme Brennen nach fettigem Essen kennt jeder dritte Deutsche. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit essen wir eher deftig, fettig und süß – die perfekte Zeit für das Brennen und Aufstoßen von Sodbrennen.

Grund für Sodbrennen ist, dass Magensäure und Galle aus dem Magen in die Speiseröhre fließen. Im Normalfall verhindert dies – vereinfacht dargestellt – ein Muskel am unteren Ende der Speiseröhre, der sich nach dem Schlucken schließt. Ist dieser Muskel jedoch geschwächt, kann es zum Rückfluss von Säure und Galle aus dem Magen kommen. Damit die besinnliche Zeit nicht zur Belastung wird, haben wir Ihnen 6 Tipps gegen Sodbrennen zusammengestellt:

6 Tipps gegen Sodbrennen

  1. Nehmen Sie lieber mehrere kleine statt wenige große Mahlzeiten zu sich. Meiden Sie vor allem fette und scharf gewürzte Speisen. Auch Kaffee kann die Magensäure locken.
  2. Trinken Sie nicht direkt zum Essen, sondern zwischen den Mahlzeiten. Bevorzugen Sie Getränke ohne oder mit wenig Kohlensäure.
  3. Sodbrennen bessert sich oft, wenn Sie Haselnüsse, Mandeln oder Haferflocken langsam und gründlich kauen. Auch ein Glas Milch oder stilles Wasser mit einem Esslöffel Heilerde können Linderung bringen.
  4. Ein Teelöffel Senf nach dem Essen kann Sodbrennen verhindern. Wie und warum Senf wirkt, ist bis heute jedoch nicht bekannt.
  5. Wenn alle natürlichen Mittel nicht die gewünschte Linderung bringen, können Sie kurzfristig ein säurebindendes Medikament einnehmen. Sprechen Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt.
  6. Auch die Homöopathie kann bei Sodbrennen und saurem Aufstoßen helfen.

Achtung: Sollten sich die Symptome verschlimmern, suchen Sie einen Arzt auf, denn die Symptome können sich sogar verschlimmern, wenn chronisches Sodbrennen unbehandelt bleibt. Die Speiseröhre kann sich chronisch entzünden. Dies führt häufig zu Komplikationen wie Schluckbeschwerden, Geschwüren oder gar dauerhaften Verengungen der Speiseröhre. Im schlimmsten Fall entwickeln sich Veränderungen der Schleimhaut bis hin zum Speiseröhrenkrebs.