Da Vorhofflimmern zu einem Schlaganfall führen kann, wird hier zur Prophylaxe nach ärztlicher Prüfung oft der Einsatz gerinnungshemmender Medikamente verordnet. Mit der Einnahme von so genannten Vitamin-K-Antagonisten muss auch regelmäßig der Gerinnungswert gemessen und bei Bedarf angepasst werden.

Alternativ zur Gerinnungswert-Bestimmung beim Arzt setzen heute bereits über 195.000 Menschen aktiv auf Gerinnungs-Selbstmanagement, das schnell und einfach zuhause und unterwegs durchgeführt werden kann.

Auslöser für Vorhofflimmern ist in der Regel eine bereits existierende Herzerkrankung. Es kann jedoch auch durch andere Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder durch übermäßigen Alkoholkonsum entstehen. Die Volkskrankheit Vorhofflimmern sollte keineswegs unterschätzt werden, denn es können hierbei Blutgerinnsel entstehen, die im schlimmsten Fall zu einem Schlaganfall führen können.

Um das Risiko bei Vorhofflimmern zu minimieren, werden daher oft gerinnungshemmende Medikamente verschrieben. Die so genannten Vitamin-K-Antagonisten sind dabei die verbreitetsten Gerinnungshemmer. Ihre Dosis muss in Abhängigkeit vom Gerinnungswert (auch INR-Wert genannt) eingestellt werden, der vom Hausarzt gemessen werden kann. Es gibt jedoch auch alternative Möglichkeiten wie das so genannte Gerinnungs-Selbstmanagement.

Gerinnungs-Selbstmanagement bedeutet, dass der Patient mithilfe eines kleinen, handlichen Messgeräts den Gerinnungswert ganz leicht im Alltag oder unterwegs selbst ermittelt. Ähnlich wie bei einem Blutzuckermessgerät für Diabetiker wird hier nur ein kleiner Tropfen Blut aus der Fingerkuppe benötigt.

Das Ergebnis liegt schon nach einer Minute vor. Liegen die Blutgerinnungswerte außerhalb des vom Arzt vorgegebenen Bereichs, können die Patienten die Dosis des Gerinnungshemmers sofort eigenständig anpassen. Die Werte können so noch engmaschiger ermittelt werden und das Risiko für mögliche Komplikationen sinkt – eine bewährte Option, um ernste und schwerwiegende Erkrankungen wie Schlaganfälle zu vermeiden.

Interessierte Betroffene nehmen im Vorfeld an einer Schulung teil. Die Kosten für die Schulung und das Gerät werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.