Eine Erkrankung, bei der die menschliche Pumpstation nicht mehr in der Lage ist, den Körper mit ausreichend Blut und Sauerstoff zu versorgen.

 

Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen verbreiteten Krankheiten ist die Herzinsuffizienz in der Bevölkerung weitgehend unbekannt. Nur drei Prozent der Bevölkerung kennen die Symptome. Zum Vergleich: Beim Herzinfarkt sind es 31 und beim Schlaganfall 51 Prozent.

 

Achten Sie auf folgende Symptome: Atemnot schon bei alltäglichen Belastungen. In schweren Fällen kommt es sogar in Ruhe und nachts im Liegen zu Atemnot und Erstickungsanfällen. Müdigkeit, Erschöpfung, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Wassereinlagerungen im Körper (Ödeme), zum Beispiel in den Beinen oder in der Lunge und auch häufiges Wasserlassen in der Nacht.

 

Vor dem 70. Lebensjahr tritt die Herzinsuffizienz bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Jenseits des 80. Lebensjahres sind Frauen häufiger betroffen. Das liegt vor allem daran, dass Frauen durchschnittlich älter werden als Männer.

 

Im Zeitraum von 1979 bis 1999 hat die Zahl der durch Herzinsuffizienz hervorgerufenen Todesfälle um 145 Prozent zugenommen. Somit ist Herzinsuffizienz die einzige schwere Herzerkrankung, die zahlenmäßig weiter im Vormarsch ist.  

 

Mehr als 20 Prozent der männlichen und nahezu 50 Prozent der weiblichen Herzanfall-Patienten werden binnen sechs Jahren durch Herzinsuffizienz zu Invaliden.

 

Herzinsuffizienz ist häufigster Einweisungsgrund ins Krankenhaus und zahlenmäßig häufiger vertreten als alle Krebsarten zusammengenommen.

 

Das Herzinsuffizienzrisiko steigt mit zunehmendem Lebensalter dramatisch an. Etwa 1 Prozent der über 65-jährigen sind betroffen.

 

Die Herzinsuffizienz-Therapie setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen und hängt vor allem vom Schweregrad der Herzschwäche ab. Grundsätzlich ist neben einer medikamentösen Therapie auch der persönliche Lebensstil ausschlaggebend. In schweren Krankheitsfällen kann ein Schrittmacher oder eine Herztransplantation notwendig sein.