Richard ging es von Tag zu Tag schlechter, aber kein Arzt konnte uns weiterhelfen.
Wir wendeten uns dann an Dr. Vera John, die uns an die Uniklinik Halle zu Professor Gerd Horneff verwies. Er diagnostizierte JIA-Oligoarthritis.

Die Diagnose machte mich traurig, war aber kein riesen Schock, da mein Vater an Rheuma litt. Richard wurde auf NSAR (Indo-Paed-Saft) und MTX eingestellt. Leider musste die Diagnose einige Zeit später auf JIA Extended Oligoarthritis erweitert werden. Da MTX und NSAR keine Remission erreichten, wurde zusätzlich Enbrel (Biologica, ein TNF-alpha-Blocker) gespritzt.

Die Krankheit von Richard beherrschte unseren Alltag. Es wurde über viele Jahre keine Remission erreicht, es beteiligten sich mehr und mehr Gelenke, inklusive der Augen. Ein Tiefpunkt war, dass Richard einen Rollstuhl benötigte. Trotzt der diversen Medikamgenten konnte das Rheuma nicht gebremst werden. Dann überwies Dr. Müller uns in ein Zentrum, das sich auf Kinder- und Jugendrheumatologie spezialisiert hat.

Hier wurde Richard so gut geholfen, dass unser Sohn einige Zeit später wie ausgewechselt war und wir ohne Rollstuhl mit der Seilbahn auf die Zugspitze fuhren. Hier entstand ein sehr glücklicher Moment, mein Sohn lachte und hatte viel Spaß.

Das glückliche Gesicht habe ich heute auf meiner Brust tätowiert.
Heute, nach 14 Jahren, bin ich Bundeselternsprecher rheumakranker Kinder und möchte Eltern und Kinder, die von Rheuma betroffen sind, motivieren, sich zu engagieren, dass das Leben mit JIA in Zukunft leichter gestaltet werden kann.