Im Bereich Biotechnologie katalysiert das Cluster BIO.NRW nachhaltig die Entwicklung der Stärken.

Und das mit Erfolg: Bereits im zweiten Jahr in Folge wurde Deutschland in einem Ranking der amerikanischen Genetic Engineering & Biotechnology News auf den ersten Platz der Top 10 Biopharma Cluster in Europa gesetzt – dank der beiden Netzwerkorganisationen Bio M und BIO.NRW.

„Im Bereich der Krebsdiagnostik und -therapie profitiert die Forschung  vor allem auch von den zahlreichen Veranstaltungen unseres Clusters“, sagt Dr. Bernward Garthoff, Landesclustermanager BIO.NRW.

Erst Anfang des Jahres hatten sich diesbezüglich 100 Spezialisten zum Thema „Arzneimittel für neuartige Therapien“ (ATMP) zu einer Gesprächsplattform mit dem Thema „Zelluläre Tumortherapie“ in Köln zusammengefunden.

Gebildet wurde das Forum auf Initiative des Netzwerkpartners NZT.NRW. Das Konsortium aus Industrie und Universität hatte in einem Landeswettbewerb Fördermittel gewonnen, um neue Therapieansätze und Technologien für zelluläre Immuntherapien zu entwickeln. In Köln hatten sich nun verschiedene Experten zur Allianzbildung an einen Tisch gesetzt, um  die Ergebnisse der Forschung leichter zulassungs- und marktreif werden zu lassen.

Seine Tore in NRW geöffnet hatte in diesem Jahr auch der größte Biotechnologie-Event in Deutschland, die Deutschen Biotechnologietage 2015. Die stark auf Networking ausgerichtete Veranstaltung brachte mit Themen wie Immuntherapie, Medikamentenentwicklung und personalisierte Medizin einmal mehr die Experten der Krebsforschung aus Akademie und Wirtschaft nach NRW.

Und erst vor ein paar Tagen tagte die Kongressmesse zur Personalisierten Medizin, die PerMediCon, in Köln. In der von  BIO.NRW organisierten Diskussionsrunde beteiligten sich neben biotechnologischen Schwergewichten wie Miltenyi Biotec, Spezialist für Zellsortierung und –analysen, Qiagen, u. a. spezialisiert auf molekulare Tumordiagnostik, das KMU Indivumed, aktiv u. a. im Bereich der Entwicklung von Diagnostik und Therapie-Tandems sowie Prof. Nikolas Stoecklein, Krebsforscher am Universitätsklinikum Düsseldorf. Zum Thema  „Medizinische Biotechnologie – von der Forschung, Entwicklung und Anwendung zum Patientennutzen“ diskutierten die Experten vor allem, wie strategische Kooperationen die Umsetzung von Forschungsergebnissen in praktische Anwendung fördern können.

Zu den attraktiven Allianzen zählt auch das europäische Konsortium CANCER-ID (http://www.cancer-id.eu): Beteiligt sind an ihm 33 Partner, darunter Firmen wie Bayer oder das DCC Net, ein  interdisziplinäres akademisches Forschungsnetzwerk an der Uniklinik Düsseldorf, mit Ärzten und Forschern der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirugie, der Frauenklinik, dem Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika, sowie dem Universitätstumorzentrum.

„In diesem auf fünf Jahre angelegten Projekt sollen u. a. neuartige zirkulierende Biomarker für die klinische Anwendung validiert werden, um damit personalisiertere Therapien für Krebspatienten zu ermöglichen“, so Prof. Nikolas Stoecklein, Projektkoordinator im Konsortium am Standort Düsseldorf.