Was ist der Darmkrebsmonat März?

Einen ganzen Monat lang wird aktuell mit Aktionen in ganz Deutschland daran erinnert, wie wichtig die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge ist und dass dieser Krebs einer ist, der sich durch Vorsorge verhindern lässt.

Wie entstand dieser Aktionsmonat?

Als mein Sohn Felix vor 16 Jahren an Darmkrebs starb, war er gerade einmal 33 Jahre alt. Felix’ erklärter Wunsch vor seinem Tod war, dass sich die Stiftung, die seinen Namen trägt, dafür einsetzen soll, dass anderen Menschen sein Schicksal erspart bleibt. Und das ist, was die Felix Burda Stiftung seit dieser Zeit tut.

In Deutschland sterben jedes Jahr 26.000 Menschen an diesem Krebs, weil ein vorhandener Tumor zu spät erkannt wurde.

Eine unserer ersten Handlungen war, dass wir die großen Krebsorganisationen in unserem Land dazu motiviert haben, mit uns gemeinsam einen nationalen Darmkrebsmonat zu etablieren. Analog dem bereits zwei Jahre zuvor in den USA eingeführten Colon Cancer Awareness Month wurde beschlossen, diesen im Monat März zu verankern.

Diesem Aktionsmonat ist zu verdanken, dass das Tabu, von dem das Thema Darmkrebs umgeben war, durchbrochen wurde und man heute offen darüber sprechen kann, dass man sich zur Vorsorgedarmspiegelung angemeldet oder diese gerade hinter sich gebracht hat. Dass diese Untersuchung allen Menschen ab dem Alter von 55 von der Krankenkasse bezahlt wird, ist ebenfalls ein Erfolg des Netzwerks von Organisationen, die sich vor 15 Jahren für die Implementierung des nationalen Darmkrebsmonats zusammengefunden haben.
Über sechs Millionen Versicherte haben diese Untersuchung inzwischen gemacht. Dadurch wurden 200.000 Neuerkrankungen und 100.000 Todesfälle von Darmkrebs verhindert.

Doch das ist bei Weitem noch nicht genug. Denn noch immer sterben in Deutschland jedes Jahr 26.000 Menschen an diesem Krebs, weil ein vorhandener Tumor zu spät erkannt wurde. Ich hoffe daher, dass auch der Darmkrebsmonat März 2017 wieder dazu beitragen wird, dass viele Menschen, die sich bisher wenig dafür interessiert haben, durch die schiere Präsenz des Themas in den Medien dazu gebracht werden, dem Vorsorgegedanken näherzutreten.