Herr Breitner, Sie und Ihre Frau engagieren sich für die Darmkrebsvorsorge. Wie kam es dazu?

Wir kennen die Felix Burda Stiftung bereits seit vielen Jahren und haben das Engagement von Frau Dr. Maar auch immer bewundert. Wir finden die Arbeit und den Erfolg dieser Stiftung großartig und sehr wichtig. Deshalb haben wir uns gefreut, als wir für die Kampagne angesprochen wurden, und unterstützen die Stiftung sehr gerne und aus voller Überzeugung.

Warum liegt Ihnen das Thema so sehr am Herzen? Gibt es dafür persönliche Gründe?

Um zur Darmkrebsvorsorge zu gehen, bedarf es keines einschneidenden Erlebnisses, sondern nur der Verantwortung sich und seiner Familie gegenüber. Es handelt sich hierbei ja um einen Krebs, den man nicht bekommen muss. Man muss halt nur rechtzeitig zur Vorsorge gehen. Diese Chance, die eigene Gesundheit zu erhalten, sollte eigentlich für jeden ab 50 ein ausreichend persönlicher Grund sein.

Gehen Sie selbst auch regelmäßig zur Vorsorge?

Selbstverständlich. Ich war im Januar bei meiner vierten Darmspiegelung und habe bereits früh begonnen.

Männer tun sich in Sachen „Vorsorge“ ja manchmal etwas schwerer. War das bei Ihnen auch ein Thema?

Ich habe den Eindruck, dass hier langsam ein Umdenken stattfindet. Trotzdem gehört es leider immer noch zu den vorrangig männlichen Eigenschaften, solche Dinge ausblenden zu wollen. Männer denken dann zum Beispiel, dass sie ja nicht zum Arzt müssen, weil sie keine Beschwerden haben.

Das ist aber falsch! Denn der Darmkrebs macht halt erst mal überhaupt keine Beschwerden. Da spürt man nichts und hat trotzdem schon Krebs im Bauch. Und wenn man dann was spürt, kann es oft schon zu spät sein. Daher war das für mich einfach eine schlaue Entscheidung: Ich bin jetzt schneller als der Krebs!

Warum tun sich Ihrer Meinung nach Männer immer schwer mit diesen Themen?

Zum einen tickt ein Mann natürlich anders als eine Frau. Zum anderen aber sind es Frauen seit ihrer Jugend gewohnt, regelmäßig zum Check-up zu gehen. Da gehört der Vorsorgebesuch beim Frauenarzt einfach dazu. Für uns Männer setzen diese gesetzlichen Check-ups ja erst später ein. Vielleicht zu spät, um es zur Normalität werden zu lassen. Dem Mann muss es erst sehr spät mühsam beigebracht werden, dass er nicht dann erst zum Arzt rennt, wenn es ihn zwickt.

Was würden Sie jedem (Mann) raten?

Überwinde dich und lass dich untersuchen!

Bitte beenden Sie folgenden Satz: Darmkrebsvorsorge ist extrem wichtig, weil …

… sie Leben rettet.