Ein Termin auf den der Mann sich und sein Auto hingebungsvoll vorbereitet, damit es auch ja nichts zu beanstanden gibt. Natürlich ist die Vorsorge im Allgemeinen und die Prostatakrebs-Vorsorge im Speziellen weit weniger reizvoll, obwohl so eine defekte Bremse relativ leicht zu reparieren ist und sich sogar ein ganzes Auto ersetzen lässt.

Aber zur Hauptuntersuchung wird man ja gezwungen, damit bei jahrelang unkontrollierten Bremsen am Ende nicht noch unbeteiligte Schaden nehmen. In diesem Sinne ist Prostatakrebs die Hauptunfallursache unter männlichen Autofahrern, da es sich um den häufigsten bösartigen Tumor beim Mann handelt. Zum Glück sind diese Unfälle aber nicht immer mit Todesfolge, denn bei den Sterbefällen liegt der Prostatakrebs unter den bösartigen Erkrankungen beim Mann „nur“ auf Platz drei.

Ziel der Vorsorge ist es nun diesen Platz weiter zu verbessern, da ein früh erkannter Tumor der Prostata sehr gute Heilungschancen besitzt. Ganz konkret heißt das, der Mann sollte ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich eine urologische Praxis aufsuchen um sich seiner eigenen Hauptuntersuchung zu widmen. Männer in deren Familie schon Fälle von Prostatakrebs bekannt sind schon ab 40 Jahren. Neben dem berühmten Abtasten der Prostata, der sogenannten Hafenrundfahrt, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Urologie ebenfalls die Kontrolle eines speziellen Blutwertes, dem PSA-Wert, welcher bei einem Prostatatumor erhöht sein kann. Im Zweifel ist in einem solchen Fall die Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata notwendig und falls dort ein Tumor gefunden wird, liefert diese Probe wichtige Aussagen über die Aggressivität des Befundes und die möglichen Therapie-Optionen. Bei wenig aggressiven Formen reicht manchmal eine regelmäßige Kontrolle und bei anderen Befunden ist eine Heilung mittels Operation oder Bestrahlung möglich.

Ein bisschen hinkt der Vergleich mit dem TÜV zugegebenermaßen, da es sich ja ausschließlich um den Körper und die Gesundheit des Mannes handelt und es somit natürlich wirklich alleinig seine Entscheidung ist zur regelmäßigen Vorsorge zu gehen. Allerdings steht es sicher auch nahestehenden Personen frei auf eine vielleicht fällige Hauptuntersuchung hinzuweisen, bei dem Auto, das man so lieb gewonnen hat und mit dem man noch ausgiebige Spritztouren unternehmen möchte.

Fakten zur Prostata

  1. Es gibt gutartige Vergrößerungen der Prostata und bösartige Veränderung.
  2. Oft führt eine gutartige Vergrößerung der Prostata zu Beschwerden beim Wasserlasen.
  3. Leider ist Prostatakrebs der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Zum Glück gibt es aber im frühen Stadium zahlreiche Heilungsmethoden.
  4. Allgemein sollten Männer ab 45 Jahren zur Prostatakrebsvorsorge. Männer mit Prostata-krebsfällen in der Familie schon ab 40.
  5. Keine Sorge: Urologen sind meistens sehr nett und so eine Untersuchung der Prostata weniger schlimm, als Mann denkt.
  6. Neben dem Abtasten empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Urologie noch die Kontrolle des PSA-Wertes. Einem Blutwert, welcher bei Prostatakrebs erhöht sein kann.

In seinem Buch „Fit im Schritt“ spricht Volker Wittkamp über den Spagat zwischen Humor und dem nötigen Ernst, wenn es um alles untenrum geht.