In ganz Deutschland erfüllen nur zehn weitere Krankenhäuser die strengen Anforderungen der Krebshilfe, dabei ist das Universitäts-Krebszentrum (UCC) das einzige in den neuen Bundesländern.

Onkologische Spitzenzentren stehen für eine enge Verzahnung von Krebsforschung und Krankenversorgung. Damit wird sichergestellt, dass die Patienten stets nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden. Im Rahmen von Studien können sie frühzeitig von innovativen Medikamenten und Therapieformen profitieren.

Die Arbeit der Spitzenzentren wird regelmäßig von internationalen Experten begutachtet. Das UCC gilt deutschlandweit als Vorreiter einer fachübergreifenden Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen. Auch die Erforschung neuer Behandlungsformen spielt eine große Rolle. Ein Beispiel dafür ist die derzeit im Bau befindliche, 2014 in Betrieb gehende, Protonentherapie-Anlage. 

Die Protonentherapie ist eine schonende Form der Strahlentherapie, die bisher noch wenig erforscht ist. Doch Experten erhoffen sich davon einen weiteren wichtigen Schritt, künftig noch mehr Krebspatienten zu heilen.

Zehn Jahre medizinischer Erfolg

Das Universitäts-Krebszentrum Dresden wurde 2003, gemeinsam vom Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus, als Comprehensive Cancer Center für umfassende interdisziplinäre Versorgung krebskranker Patienten, Krebsforschung und Lehre gegründet.

Seit 2004 ist das UCC nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Im Universitäts-Krebszentrum Dresden arbeiten in sämtlichen onkologischen Disziplinen hoch spezialisierte Fachärzte zusammen, um für die einzelnen Patienten eine individuell abgestimmte, optimale multidisziplinäre Therapie zu erzielen. Viele Spezialisten sind nicht nur erfahrene Ärzte, sondern darüber hinaus als Hochschullehrer und Krebsforscher tätig. Damit ist sichergestellt, dass der modernste Wissensstand bei jedem Schritt von der Diagnostik bis zur Behandlung berücksichtigt wird. 

Tumorboard: Experten treffen Therapieentscheidungen gemeinsam

Das Tumorboard  ist ein Expertengremium, dem unter anderem Chirurgen, internistische Onkologen, Strahlentherapeuten und Radiologen des Dresdner Uniklinikums angehören. Diese Verknüpfung der Fachgebiete stellt die interdisziplinäre und individuelle Behandlung sicher.

Im Tumorboard diskutieren die Experten bereits vorliegende Untersuchungsergebnisse und Diagnosen, um dann einstimmig das weitere Vorgehen zu beschließen. Wenn keine weiteren Spezialuntersuchungen notwendig sind, kann danach die Therapie beginnen. Bei neuen diagnostischen Erkenntnissen dagegen, besprechen die Experten den Fall ein weiteres Mal.

Dieses gezielte Vorgehen – inklusive der Kontrolluntersuchungen am Ende der Behandlung – wird genauestens dokumentiert, um den Erfahrungsschatz der Experten ständig zu erweitern und den Patienten die bestmöglichen Therapien zu ermöglichen.