Die Gründe für eine sogenannte Dentalphobie sind unterschiedlich. Oftmals sind traumatische Erlebnisse, schmerzhafte Behandlungserinnerungen oder Enttäuschungen dafür verantwortlich.

Die Angst vorm Zahnarzt kann negative Einflüsse auf die Lebensqualität nach sich ziehen. Denn kariöse, abgestorbene Zähne, Zahnlücken, Schmerzen und Entzündungen im Mundraum bis hin zu Abszessen bereiten nicht nur starke Schmerzen. Ein sorgenfreies, strahlendes Lächeln? Unmöglich. Oftmals führt das Schamgefühl aufgrund der schlechten und unschönen Zähne sogar zur Vereinsamung der Betroffenen. Weitere Folgen können sein: Verzweiflung, soziale Isolation, Vermeidung intimer Kontakte, Missbrauch von Schmerzmitteln und Alkohol sowie Depressionen.

Therapien für Angstpatienten führen auf besonders schonende Art und Weise zum neuen Zahnersatz und zu einem völlig neuen Lebensgefühl.

Spezielle Therapiemöglichkeiten für Angstpatienten

Um den Angstpatienten zu helfen, gibt es spezielle Therapiemöglichkeiten für Zahnbehandlungen bis hin zur Zahnsanierung trotz extremer Zahnarztangst. Das Wichtigste ist jedoch das Vertrauen zwischen Arzt und Patient. Das kann sich aber nur einstellen, wenn Betroffene zum Zahnarzt gehen und dieser sich die Zeit für ein ausgiebiges Gespräch nimmt, auch um die Therapiemöglichkeiten zu besprechen.

Zudem ist eine ruhige und entspannte Atmosphäre der erste Schritt in Richtung angstfreie Behandlung. Ärzte sollten sich deshalb für Patienten mit Zahnarztangst besonders viel Zeit nehmen. In ausführlichen Gesprächen vor der eigentlichen Behandlung kann eine Vertrauensbasis aufgebaut und die Therapiemöglichkeiten genau erklärt werden. Bei Bedarf erläutert ein Anästhesist, welche Narkosearten für eine schmerzfreie Behandlung infrage kommen. Aus diesem Grund sollten Zahnarztphobiker bereits bei der Terminvereinbarung sagen, dass sie unter Zahnarztangst leiden, damit der behandelnde Arzt ausreichend Zeit einplanen kann.

Besonders für die Erstbehandlung nach vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten ist eine Behandlung, die sie gar nicht richtig mitbekommen, sondern einfach verschlafen, empfehlenswert. Die Vollnarkose unter gut verträglichen Medikamenten ist deshalb die optimale Lösung, um auch umfangreiche Eingriffe vorzunehmen. Unter der Betreuung erfahrener Anästhesisten schlummert der Patient sanft ein und wird dauerhaft während der Operation überwacht. Noch sanfter sind die Teilnarkosen, bei denen der Patient in einen schlafähnlichen Dämmerzustand gebracht wird, oder die Behandlung unter einer leichten Sedierung mit Lachgas.

Für Dentalphobiker bieten viele Praxen zudem die Zwei-Termine-Therapie oder Drei-Termine-Therapie an. Therapien für Angstpatienten führen auf besonders schonende Art und Weise zum neuen Zahnersatz und zu einem völlig neuen Lebensgefühl.

Tipps für Angstpatienten

Gehen Sie – schon bei der Terminvereinbarung! – offen mit dem Thema um, Sie sind nicht allein mit dem Problem.

Reden Sie mit Ihrem Zahnarzt direkt über Ihre Angst.

Verschieben Sie keinen einmal vereinbarten Termin.

Organisieren Sie sich eine Begleitung durch eine vertraute Person für den Praxisbesuch.

Lassen Sie sich über die Möglichkeiten einer örtlichen Schmerzausschaltung, Entspannungstechniken, möglicherweise auch die Behandlung unter Hypnose oder Zuhilfenahme von Medikamenten informieren.   

Fragen Sie genau nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.

Vereinbaren Sie Zeichen für den Fall, dass Sie die Behandlung kurz unterbrechen wollen.

Bleiben Sie am Ball! Um die Angst zu lindern, sind regelmäßige Zahnarztbesuche sehr wichtig.