Während bei Zähnen der Zahnhalteapparat einen natürlichen Schutz zwischen Zahn und Zahnfleisch bildet, ist der Übergang vom Zahnfleisch zum Implantat für Bakterien durchlässiger – und damit ist das Risiko höher, dass sie im Umfeld des Implantats eine Entzündung hervorrufen können.

Schreitet eine solche Entzündung voran, wird der stützende Kieferknochen angegriffen. Im schlimmsten Fall lockert sich das Implantat und kann sogar herausfallen.

Wenn Sie regelmäßig zum Zahnarzt gehen, wird dort kontrolliert, ob mit dem Implantat alles in Ordnung ist. Trotzdem sollten Sie täglich mehr Zeit und Sorgfalt für Implantate als für eigene Zähne investieren, damit die Implantate lange „gesund“ und fest bleiben. Die Zahnbürste alleine reicht für die Pflege nicht mehr aus.

Tipps für die richtigen Pflegemittel:

  • Zahnbürste: Vermeiden Sie eine Zahnbürste mit sehr harten Borsten. Sehr gut reinigen auch Ultraschallzahnbürsten und elektrische Zahnbürsten mit oszillierend-rotierendem Kopf.
  • Zahnpasta: Nehmen Sie Zahnpasta ohne Schmirgelstoffe. Sie ist schonender für Zahnersatz und Implantatpfosten.
  • Zahnseide (Floss): Nehmen Sie speziellen Zahnseiden für Implantate. Inzwischen gibt es unterschiedlich dicke Zahnseiden für die Reinigung unter Brücken, mit denen Sie auch in schwer zugängliche Zwischenräume einfädeln können und die mit flauschigem Mittelstück die Zahnbeläge entfernen.
  • Interdentalbürstchen: Nehmen Sie rund um Implantate nur metallfreie Interdentalbürstchen, sonst könnte das Implantat verkratzt werden.
  • Mundwasser, Mundspülungen und medizinische Mundspüllösungen: Diese Produkte haben verschiedene Aufgaben. Mundwasser sind für „frischen Atem“ geeignet, Mundspülungen für den leicht antibakteriellen Effekt (unterstützen die Mundgesundheit), Mundspüllösungen mit Chlorhexidin können als antibakterielles Medikament vom Zahnarzt verschrieben werden.

 

Information

Mehr Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des BDIZ EDI unter bdizedi.org.