Das liegt am Aufbau eines Implantats. Wenn der Zahnersatz nicht gründlich gepflegt wird, entsteht ein sogenannter Biofilm, der sich bis zur Schraube ausdehnt und zu einer Zahnfleischentzündung führt. Den Biofilm von den Gewinden und rauen Oberflächen zu entfernen ist viel schwieriger als bei einem natürlichen Zahn. Die Krankheit ähnelt im Verlauf einer Parodontitis. Doch was genau löst eine Periimplantitis aus?

Mangelnde Pflege

Ursache Nummer eins: Die mangelnde Pflege des Zahnersatzes. Zudem schadet das Rauchen. Nach Untersuchungen der Charité in Berlin steigt das Risiko, innerhalb von zehn Jahren Implantate zu verlieren, bei Rauchern um den Faktor zehn.

Auch ein schlecht eingestellter Diabetes kann ein Zahnimplantat gefährden. Ältere Menschen haben grundsätzlich kein größeres Risiko. Doch ist die Beweglichkeit eingeschränkt, wird es schwieriger die Zähne zu pflegen. Auch das ist eine mögliche Gefahr. Zudem kann die Krankheit vererbt werden.

Parodontitis ist ein Risiko

Stellt der Zahnarzt schon bei der ersten Untersuchung eine Parodontitis fest, gelten diese Patienten bei einer Behandlung als Risikopatienten. Das bedeutet eine große Verantwortung für Zahnarzt und Patient. Die Patienten müssen schon im Vorfeld sorgfältig untersucht und aufgeklärt werden.

Auch die mögliche Anzahl und die Länge der Implantate wird davon abhängen, wie stark der Patient mit einer Zahnfleischentzündung vorbelastet ist. Denn: Wenn die Therapie nicht anschlägt, ist ein Implantat deutlich schwieriger wieder zu entfernen als ein natürlicher Zahn. Das Implantat wird nicht einfach gezogen, sondern mithilfe von Bohrern und Fräsen herausoperiert.

Vererbtes Risiko

Es gibt Patienten, die aufgrund ihrer Gene öfter Entzündungen aufweisen. Das betrifft auch Implantate. Bakterien erreichen bei diesen Menschen einfacher das Gewebe und lösen eine Antwort der Immunabwehr aus.

Im schlimmsten Fall Verlust

Im schlimmsten Fall verlieren Patienten ihr Implantat. Daher raten Zahnärzte zu einer gründlichen, häuslichen Zahnpflege. Auch Zahnarztbesuche gehören dazu. Denn Entzündungen rund um das Implantat sollten möglichst frühzeitig behandelt werden.