Sie wurde 1859 als „Centralverein Deutscher Zahnärzte“ gegründet. Ihr gehören heute rund 23.000 Zahnärzte und Naturwissenschaftler in ganz Deutschland an. Die DGZMK steht als Dachorganisation von 40 Fachgesellschaften, Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreisen und regionalen Gesellschaften für die wissenschaftliche Ausübung der Zahnheilkunde hierzulande.

Sie sieht sich dabei als Mittler zwischen Wissenschaft und zahnärztlicher Praxis. Zu ihren Zielen gehört es, die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde als integraler Bestandteil der Medizin fachlich und in der Öffentlichkeit weiter zu etablieren. Mit ihren Patienteninformationen wendet sie sich direkt an Ratsuchende. Hinzu kommen wissenschaftliche Stellungnahmen und Leitlinien, über welche die DGZMK direkt und indirekt am Behandlungsgeschehen in den Praxen beteiligt ist (s.a. www.dgzmk.de).

"Die insgesamt positive Entwicklung der Mundgesundheit unserer Bevölkerung, die von der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie 2016 (DMS V) dokumentiert wurde, basiert auch auf den in der DGZMK geschaffenen Grundlagen", stellt deren Präsident, Prof. Dr. Michael Walter (TU Dresden), heraus. "Speziell die auch im internationalen Vergleich sehr guten Ergebnisse und Entwicklungen im Bereich parodontaler Erkrankungen und bei der Karies belegen die versierte wissenschaftliche Arbeit in den entsprechenden Fachbereichen und deren Umsetzung durch die Praxen."

81 Prozent der 12jährigen Kinder sind kariesfrei.

Die wissenschaftlich fundierte Präventionsorientierung der modernen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Deutschland sei ein Erfolgsmodell, so der DGZMK-Präsident. Das zeige sich u.a. daran, dass heute 81 Prozent der 12jährigen Kinder kariesfrei seien und die schweren Parodontalerkrankungen sich bei den jüngeren Erwachsenen innerhalb eines Jahrzehnts nahezu halbiert hätten.

"Diese erfreulichen Ergebnisse rechtfertigen aus Sicht der Wissenschaft auch die politische Forderung, die Forschungs- und Lehrbedingungen in Deutschland durch eine angemessene und verbesserte finanzielle Ausstattung der zahnmedizinischen Hochschulen zu verbessern", erklärt Prof. Walter.

"Besonders rücken dabei auch Aspekte der Versorgungsforschung und Soziodemografie in den Vordergrund. Dies nicht zuletzt angesichts der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft, aber auch im Hinblick auf den mit der Mundgesundheit erwiesenermaßen korrelierenden Gesundheitsstand des Gesamtorganismus".

Als Beispiel dafür, dass die DGZMK auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagiert, darf die Ende vergangenen Jahres gestartete multizentrische Studie "Mundgesundheit, resultierende Versorgungsbedarfe und deren Kosten bei Flüchtlingen in Deutschland 2016" unter Federführung der Universitätsmedizin Greifswald gelten.

Sie soll eine wissenschaftliche zahnmedizinische Bestandsaufnahme zum Thema liefern. Das Projekt war unter Federführung DGZMK und mit Beteiligung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) initiiert worden. Die Ergebnisse dieser Studie werden Ende diesen Jahres veröffentlicht und können helfen, die gesundheitliche Betreuung dieser Menschen zu verbessern.