Morgens und abends. Vorne und hinten, innen und außen. So putzen die meisten Menschen ihre Zähne aus Routine. Und schon im Kindesalter werden die Kleinsten mit Zahnteufelchen und Zahnfee zum Putzen animiert.

Wann und wie putzen?

Um die Zahnreinigung kommt niemand herum: Die Zähne sollten zweimal am Tag gründlich gereinigt werden. Das wichtigste Instrument der Zahnreinigung ist nach wie vor die Zahnbürste, und das systematische Vorgehen bei der Reinigung ist für den Erfolg entscheidend, die Außen- und Innenflächen der Zähne müssen mit vertikalen Bewegungen bis und mit Zahnfleischrand gereinigt werden.

Die Kauflächen sollten mit kleinen kräftigen Bewegungen von hinten nach vorne gebürstet werden. Nach der Zahnreinigung sollte man ausspucken, aber den Mund nicht mit Wasser spülen. So bleiben die Fluoride der Zahnpasta länger wirksam. Zur Kontrolle sollte die angewendete Putztechnik im Spiegel beobachtet werden. Und auch die Zahnzwischenräume dürfen nicht vernachlässigt werden. Für ihre Reinigung ist Zahnseide das wichtigste Hilfsmittel. Aber auch mit Interdentalbürsten und Mundduschen lassen sich Zahnzwischenräume optimal reinigen.

Doch selbst bei der besten Zahnpflege bleiben an schwer zugänglichen Stellen mit der Zeit Reste von Zahnbelag zurück. Es ist deshalb wichtig, halbjährlich zum Zahnarzt zu gehen, damit dieser den Zustand der Zähne kontrolliert.

5 ZAHNPFLEGE-MYTHEN

  • So oft wie möglich Zähne putzen
    Falsch! Zu häufiges Putzen kann sogar schädlich sein. Denn säurehaltige Speisen, wie beispielsweise Obst, oder Getränke mit hohem Säuregehalt, etwa Wein, erweichen kurzzeitig den Zahnschmelz. Wer dann losschrubbt, dem drohen Schäden im Zahnschmelz. Zweimal am Tag putzen reicht, wenn man gründlich und systematisch alle Zähne putzt und einmal pro Tag Zahnseide verwendet.
  • Ein Apfel ersetzt die Zahnbürste
    Falsch! Richtig ist, dass Äpfel neben Vitamin C viele Mineralstoffe enthalten und gesunde Früchtchen sind. Als Zahnpflegeersatz sind sie aber denkbar ungeeignet: Apfelkauen kann zwar oberflächliche Beläge von den Zähnen holen. Aber das Kauen holt weder Speisereste aus den brisanten Stellen am Zahnfleischsaum und in den Zwischenräumen, noch entfernt es Beläge.
  • Milchzahnpflege ist nicht so wichtig
    Falsch! Denn treten Schäden an den Milchzähnen auf, haben sie häufig auch Konsequenzen für die nachwachsenden Zähne. Deshalb sollte schon der erste Zahn, der noch im Säuglingsalter durchbricht, sorgfältig gepflegt werden.
  • Kaugummi kauen ersetzt putzen
    Falsch! Weder Kaugummi kauen noch mit Mundwasser spülen bildet einen Ersatz für Zahnbürste, -creme und -seide. Allerdings regt eifriges Kauen die Speichelproduktion an. Das führt zum einen dazu, dass Speisereste aus Zahnzwischenräumen geschwemmt werden. Zum anderen hilft der Kaugummi nach einer Mahlzeit, dass sich das Säuremilieu im Mund schneller wieder auf dem optimalen Level einpendelt, wodurch Karies weniger Chancen hat.
  • Zahngesundheit wird vererbt
    Falsch! Karies zählt zu den Infektionskrankheiten und wird durch Bakterien verursacht. Tritt die Zahnfäule, wie Karies auch heißt, bei mehreren Familienmitgliedern auf, spielen nicht die Gene, sondern vor allem diese Faktoren eine Rolle: Süßigkeiten, schlechte Mundhygiene und Unwissenheit.