„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“  Es könnte wohl auch heißen: „… so wird er was erzählen.“ Vom Urlaub erzählen gehört traditionell zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Und im Kreise der Freunde und Verwandten sind oft gerade die „Pannenstorys “ von komischen Tieren im Hotelzimmer, kaputten Mietautos, zahnlosen Köchen und Koffern auf dem Weg nach Kanada am lustigsten.
 
Was hat das mit Diabetes zu tun? Eins vorweg: Auch Diabetiker haben Humor! Aber da ihr Wohlbefinden – und damit der gelungene Urlaub – natürlich von ihrer „Insulinroutine“ abhängt, haben Diabetiker eben noch mal ein etwas anderes Verhältnis zu Pannenstorys.  Im Urlaub kann und will man auf vieles verzichten – Socken,  schlechtes Wetter, ständige Erreichbarkeit –, aber auf keinen Fall auf die richtige Dosis Insulin zur richtigen Zeit.

Wenn man sich als Diabetiker irgendwo im exotischen Ausland auf die Suche nach Teststreifen oder Insulinpatronen machen muss, ist schnell Schluss mit lustig. Gut, dass Abenteuer dieser Art sich leicht vermeiden lassen: Kurze Konzentration beim Packen und ein paar praktische Hilfsmittel – fertig.
 
Wer fliegt, packt am besten die eine Hälfte von Insulin und Blutzucker-Teststreifen in den Koffer, die andere ins Handgepäck. So ein Koffer kann tatsächlich mal verloren gehen, und Insulin muss nicht in den für Flüssigkeiten vorgeschriebenen Beutel. Ideal ist eine handliche Kühltasche, die es zum Beispiel in der Apotheke gibt. Wer fährt, kann seine Insulinvorräte auch in einer Kühlbox lagern, aber nicht direkt neben den Kühlakkus! Dort kann das Insulin gefrieren und dadurch unbrauchbar werden. Insulin, Messgerät und Teststreifen müssen auch vor Hitze und praller Sonne geschützt werden. Sie gehören weder ins Handschuhfach noch unter die Heck- oder Windschutzscheibe.

Wer vollständig den Zielort erreicht, sollte anfangs ruhig etwas öfter die Werte kontrollieren, da Klimawechsel, veränderter Tagesrhythmus, ungewohntes Essen und anstrengende Surfkurse Veränderungen hervorrufen können. Im Zweifelsfall denkt man noch an Zeitverschiebung und Impfpass, Ersatzmessgerät, -pen und eventuell Einmalspritzen.

Gut vorbereitet kann sich dann auch der Diabetiker auf der Suche nach lustigen Geschichten ins Urlaubschaos stürzen.

5 Motivationstipps für Menschen mit Diabetes

  1. Schlechte Tage akzeptieren und nicht zu streng mit sich selbst sein.
  2. Ein (realistisches) Ziel setzen.
  3. Veränderungen und Abwechslung. Probieren Sie neue Therapiemöglichkeiten, andere Ernährung oder neue Sportarten.
  4. Den Diabetes mit einem Hobby verbinden, zum Beispiel Kochen, Schreiben, Sport.
  5. Mit anderen Betroffenen austauschen, beispielsweise bei einem Diabetes-Stammtisch oder im Internet.