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Männer, lasst uns reden!

„Wir Urologen sind ganz nett!“

Foto: dokurose via Shutterstock

Spaziert man an einem Samstagvormittag, also der Zeit zwischen Frühstück und Bundesligabeginn, durch einen durchschnittlichen deutschen Vorort, gibt es ein interessantes Phänomen zu beobachten. Dutzende Männer im besten Alter zwischen 30 und 70 Jahren stehen je nach Wetterlage mehr oder weniger bekleidet mit Eimer oder Kärcher bewaffnet neben ihren Fahrzeugen und reinigen diese penibelst von der Felge bis zum Dach.

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Volker Wittkamp

Urologe & Autor von „Fit im Schritt“

Foto: Kilian Schönberger

Manchmal steht der Nachwuchs daneben und macht es Papa am eigenen Gefährt, dem Laufrad oder Mofa, nach. Weckt man diese Männer nachts um drei Uhr aus dem Tiefschlaf und fragt, wann denn die nächste Haupuntersuchung beim TÜV fällig sein, folgen Monat und Jahr wie auf Knopfdruck. Ist der Termin in weniger als einem  Monat fällig, fällt es dieser Gruppe deutlich schwerer, wieder in den Schlaf zu finden. Wie sieht es aber mit den Männern und medizinischer Vorsorgeuntersuchung aus?

Weckt man also dieselben Männer in der Nacht und fragt nach der nächsten Vorsorgeuntersuchung beim Urologen, grummelt es wahrscheinlich ein „Weiß ich nicht“ oder „Das macht meine Frau“ zurück.

Aber keine Sorge, wir Urologen sind eigentlich ganz nett und wollen Sie nur vor dem häufigsten bösartigen Tumor des Mannes, dem Prostatakrebs, schützen und diesen in einem möglichst frühen, heilbaren  Stadium entdecken.

Falls Ihnen selbst das Thema nicht so wichtig ist, machen Sie es doch für die anderen Verkehrsteilnehmer, Ihre Familie.

Im Gegensatz zu Ihrem Auto ist die urologische Vorsorge erst bei Oldtimern ab 45 Jahren angeraten. Danach, je nach Ergebnis, alle ein bis zwei Jahre.  Sollte allerdings im Fuhrpark Familie das Thema Prostatakrebs bekannt sein, empfiehlt sich die Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr. Und sehr viel günstiger als der TÜV ist das Ganze auch noch.

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