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Schmerz

Chronische Schmerzen im Alltag

Foto: Shutterstock, 2212880637

Thomas Isenberg

Geschäftsführer Deutsche Schmerzgesellschaft e. V.

In Deutschland leben etwa 6 Millionen Menschen, die aufgrund langanhaltender Schmerzen körperlich und sozial beeinträchtigt sind, rund 2,2 Millionen davon sind sehr stark beeinträchtigt mit auch assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit).

Chronische Schmerzen gehören zu den häufigsten und belastendsten Gesundheitsproblemen. Von chronischen Schmerzen spricht man in der Regel, wenn Schmerzen über einen Zeitraum von mehreren Monaten anhalten oder immer wiederkehren. Sie sind dann nicht mehr nur ein Warnsignal des Körpers, sondern entwickeln sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild.

Zu den häufigsten chronischen Schmerzen gehören Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne, Gelenk- und Arthroseschmerzen, Nervenschmerzen sowie Schmerzen im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Rheuma, Krebs, Diabetes oder nach Operationen. Auch chronische Bauch-, Becken- oder Muskelschmerzen können das Leben stark beeinträchtigen. Häufig ist die Ursache nicht auf einen einzelnen Auslöser zu reduzieren. Vielmehr wirken körperliche, psychische und soziale Faktoren zusammen.

Für die Betroffenen bedeutet chronischer Schmerz oft einen Alltag im Ausnahmezustand. Schlaf, Bewegung, Konzentration, Arbeit, Familie und soziale Kontakte können erheblich eingeschränkt sein. Viele Menschen planen ihren Tag nach der Schmerzintensität: Was gestern noch möglich war, kann heute unmöglich erscheinen. Hinzu kommen Erschöpfung, Unsicherheit, Angst vor weiterer Verschlechterung und nicht selten das Gefühl, von anderen nicht verstanden zu werden.

Die Auswirkungen chronischer Schmerzen reichen weit über das körperliche Empfinden hinaus. Viele Betroffene können ihren Alltag nur noch eingeschränkt bewältigen. Schlafstörungen, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Bewegungsangst sind häufige Folgen. Neben Medikamenten können Bewegung, Physiotherapie, psychologische Unterstützung, Entspannungsverfahren, Patientenschulung und multimodale Schmerztherapie helfen.

Chronische Schmerzen betreffen deshalb immer den ganzen Menschen: Körper, Psyche und soziales Umfeld. Umso wichtiger ist eine frühzeitige, kompetente und interdisziplinäre Versorgung. Moderne Schmerzmedizin verbindet medizinische Diagnostik und Therapie mit Bewegung, psychologischer Unterstützung, edukativen Angeboten und sozialer Beratung. Ziel ist bestmögliche Schmerzreduktion sowie vor allem mehr Lebensqualität, bessere Funktionsfähigkeit und die Rückgewinnung von Handlungsspielräumen und eine aktivere Teilhabe am Alltag.

Chronische Schmerzen müssen ernst genommen werden. Betroffene brauchen Verständnis, verlässliche Versorgung und einen einfachen Zugang zu spezialisierten Behandlungsangeboten.

Bei einem Großteil aller Menschen mit chronischem Schmerz dauert es mehre Jahre bis sie eine wirksame Schmerzbehandlung erhalten. Die Neuauflage des Ratgebers „Schmerz – eine Herausforderung“ hilft Betroffenen und Angehörigen:

„Schmerz – eine Herausforderung“ (Thomas Isenberg, Heike Norda, Martin von Wachter)

  • Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige
  • Hilfe zur Selbsthilfe für alle Schmerzformen
  • Alle Texte leicht verständlich und ein Glossar für Fachbegriffe
  • Empfohlen von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und
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60 führende Schmerzexperten teilen in diesem Schmerzratgeber ihr Wissen rund um das Thema Umgang mit dem Schmerz. Betroffene und Angehörige erfahren so alles über die körperlichen, psychischen und sozialen Zusammenhänge von Schmerz aus Sicht der aktuellen Schmerzmedizin und –psychologie. Nur so kann die Schmerzbehandlung motiviert und eigenverantwortlich mitgestaltet werden. Auch ein wertvolles Nachschlagewerk für alle im therapeutischen Team beteiligten Berufsgruppen, die Schmerzpatienten betreuen und patientengerechte Erklärungen suchen.

Kämpfen wir gemeinsam gegen den Schmerz!

*Kooperationshinweis: Dieser Beitrag wurde gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft erstellt. Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Werbepartner: Springer Nature

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