Molekulare Allergiediagnostik liefert auf Anhieb ein vollständiges Bild – und entlastet ärztliche Praxen, Labore und das Gesundheitssystem gleichermaßen.
Das Allergenspektrum hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv erweitert – neue Pollenarten, Ernährungsgewohnheiten, versteckte Kreuzreaktionen. Für Ärzt:innen bedeutet das mehr Variablen, Unsicherheit und oft mehr Aufwand.
Das Wiener Unternehmen MADx hat sich auf molekulare Allergiediagnostik spezialisiert und setzt hier an: mit einem Test, einer Blutabnahme und dem vollständigen Bild aller Typ-1-allergischen Reaktionsbereitschaften eines Patient:innen.
Traditionelle Allergiediagnostik basiert auf dem Erinnerungsvermögen von Patient:innen. Lässt die Anamnese Lücken, können Hauttests oder spezifische Antikörperbestimmungen möglicherweise nicht den entscheidenden Auslöser finden. Bei negativen Ergebnissen geht das Testen von vorne los. Revolutionär hingegen: ALEX³ von MADx analysiert in nur einem Durchgang 300 Allergieauslöser (IgE) aus 85 Allergenfamilien, darunter 107 Allergene, die exklusiv in diesem Test verfügbar sind.
Ko- oder Kreuzsensibilisierung
Wer auf Birken- und Gräserpollen reagiert, könnte gegen beide sensibilisiert sein. Oder die Reaktion auf Gräser ist eine Kreuzreaktion, was eine Immuntherapie (AIT) überflüssig/kontraproduktiv macht.
Molekulare Allergiediagnostik macht genau diese Unterscheidung möglich: Sie zeigt, welche spezifischen Eiweißmoleküle im Körper eine Immunreaktion auslösen, und erlaubt so eine präzise Therapieentscheidung. Für die AIT ist das bedeutend, denn ist sie überflüssig, könnte sie neue allergische Reaktionen auslösen.
Auch die Risikoeinschätzung profitiert: Manche Eiweißmoleküle lösen nur leichte Beschwerden aus, andere schwere Reaktionen. Diese Information aus einer einzigen Blutprobe erlaubt es Ärzt:innen, gefährdete Patient:innen frühzeitig zu erkennen und Einschränkungen bei anderen zu vermeiden.
Weniger Aufwand
Bei ALEX³ entfallen Folgetermine für Blutabnahmen bei negativen Zwischenergebnissen. Patient:innen müssen vor dem Test keine Allergiemittel absetzen. Die benötigte Blutmenge ist mit 100–200 Mikrolitern sehr gering. Tätowierungen spielen bei Blutabnahme keine Rolle. Für Labore bietet MADx vollständig automatisierte Verarbeitungssysteme (MAX) an.
„Wir sind überzeugt, dass molekulare Allergiediagnostik das Potenzial hat, das Leben von Millionen Allergiepatient:innen spürbar zu verbessern – und gleichzeitig das Gesundheitssystem zu entlasten. Wir laden Ärzt:innen ein, offen zu sein für diesen Schritt: Die Technologie ist bereit.“, Christian Harwanegg, CEO, MADx
Von Wien in die ganze Welt
MADx wurde 2016 in Wien gegründet und ist international etabliert. ALEX³ ist zertifiziert, validiert und erfüllt wissenschaftliche wie behördliche Standards. In Deutschland ist der Test bei ausgewählten niedergelassenen Ärzt:innen diverser Fachgruppen wie z.B. Dermatologie, HNO, Pädiatrie, Pulmologie, Pneumologie und Allergologie, in Laboren sowie an Universitätskliniken erhältlich.

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