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Aesthetik

Die Evolution der Schönheit

Foto: BLACKDAY via Shutterstock

Was ist Schönheit? Das Gegenteil von Hässlichkeit, könnte man sagen. Was ist nun aber hässlich? Das Gegenteil von … Sie sehen, worauf es hinausläuft. Ganz so einfach ist die Antwort also nicht. Schönheit ist abstrakt, schwer fassbar. Versuchen wir es weiter. „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ und „Über Geschmack lässt sich streiten“ – geflügelte Sätze, die bestimmt jeder von uns so oder so ähnlich schon einmal gesagt oder gehört hat. Sie besagen letztlich, dass jeder Mensch eine eigene Vorstellung von Schönheit hat. Damit kommen wir der Antwort schon etwas näher. 

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Prof. Dr. med. Dennis von Heimburg

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit der Zusatzbezeichnung Handchirurgie, mit eigener Praxis in Frankfurt; Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC)

Die eine Schönheit gibt es nicht. So weit, so gut. Das wirft jedoch weitere Fragen auf: Warum existieren dann gängige Schönheitsideale, nach denen wir streben? Warum gelten bestimmte Menschen trotz sich wandelnder Schönheitsideale über Jahre, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende hinweg als schön? Marilyn Monroe gilt als zeitlose Schönheit, die einen Frauentyp geprägt hat, der tausendfach kopiert wird. Helena wurde in der Antike als die schönste Frau ihrer Zeit beschrieben und wird noch heute als Symbol für Schönheit herangezogen. Überhaupt ist die Frage danach, was Schönheit ausmacht, seit der Antike eine der beiden großen Themen der philosophischen Ästhetik.

Schönheit im Wandel der Zeit

Sicher ist: Die Vorstellung davon, was ästhetisch und attraktiv ist, unterliegt seit Jahrtausenden einem ständigen Wandel. In der Antike galten schlanke Frauen mit kleinen, festen Brüsten und einer runden Hüfte als schön. Männliche Schönheit war nicht weniger bedeutsam als weibliche. Auch für die Herren der Schöpfung gab es genaue Vorstellungen. Der männliche Körper sollte muskulös sein und signalisieren, dass er im Kampf und auf der Jagd geformt wurde. Im frühen Mittelalter unterschieden sich die Ideale bei den Frauen nicht sonderlich von denen der Antike: eine insgesamt schlanke Figur – kleine Bäuche waren erlaubt, große Brüste jedoch verpönt. Im späteren Mittelalter der Renaissance und im Barock waren dann große Brüste erlaubt, ja sogar erwünscht. Generell standen bei beiden Geschlechtern üppige Körper als Zeichen von Wohlstand hoch im Kurs. Die Haut sollte blass sein.  Besonders seit dem 20. Jahrhundert wechseln sich die Schönheitsideale des weiblichen Geschlechts zwischen schlank und weiblich gerundet in dichter Folge ab. In den goldenen Zwanzigern wollten viele Frauen jungenhaft, mit gerader Körperform ohne große Rundungen, aussehen. In den Fünfzigern war ein sanduhrenförmiger Körper ideal. Das Motto der Neunziger und frühen 2000er war dann wiederum dünn und dünner, dazu groß mit langen Beinen und flachem Bauch. Das Gesicht mit möglichst starken, hohen Wangenknochen. Heutzutage geht der Trend wieder zu mehr weiblichen Rundungen, speziell zu einem wohlgeformten Po und breiten Hüften. Im Gesicht stehen volle Lippen hoch im Kurs. 

Digitale Vorbilder

Die Vorbilder, deren „perfektes“ Aussehen heute angestrebt wird, kommen aus dem Internet – genauer gesagt aus sozialen Medien. Bekannte „Influencer“ präsentieren wohlgeformte Körperteile sowie perfekte symmetrische Gesichtszüge ohne Falten. Neben den vollen Lippen erfreuen sich insbesondere hoch stehende Augenbrauen großer Beliebtheit. Vor allem junge Patienten streben diese Ideale an. Immer häufiger erscheinen junge Menschen mit dreifach gefilterten Instagram-Bildern ihrer Stars in unseren Praxen.

Gemeinsame Nenner

Nun war Marilyn Monroe eine Frau mit weiblichen Rundungen und die alten Griechen zu Helenas Zeiten bevorzugten dagegen schlanke Frauen mit kleinen, festen Brüsten. Beide Frauen gelten jedoch nicht nur für ihre jeweilige Zeit als schön. Es muss also Faktoren geben, die über die Zeit stabil bestimmen, was Schönheit ausmacht. Ein entscheidender Faktor ist Symmetrie. Zwei sich spiegelbildlich gleichende Körperhälften und bestimmte Proportionen erzeugen im Auge der Betrachter Harmonie. Sie ist der Grund für „ewige Schönheit“ von Frauen wie Helena und Marilyn. Unabhängig von der generellen Körperform und der Hautfarbe scheinen sie ein Maß an Symmetrie aufzuweisen, welches sie zeitlos schön macht. Eine verlässliche Antwort auf die Frage „Was ist Schönheit?“ ist also in jedem Fall: Ebenmaß. ′

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Erfahren Sie jetzt mehr über die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen unter www.vdaepc.de .

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Vertrauen ist das A und O

Einblicke in den Klinikalltag der Praxisklinik am Rosengarten

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Dr. med. Timo A. Spanholtz

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit besonderen Schwerpunkt in ästhetisch-plastischer Chirurgie

Nach dem Gespräch wusste Frau P., dass sie hier richtig ist. „Ich hatte sofort einen Draht zu dem Arzt und fühlte mich wirklich verstanden. Mir war in diesem Moment klar, dass ich von diesem Mann operiert werden will. Besser heute als morgen!“. Wie Frau P. geht es vielen Patientinnen, die zu Dr. Timo Spanholtz in die Sprechstunde kommen. 

Seine offene und aufrichtige Art und die verständliche Erklärung auch komplizierter Operationen führt zu einer sehr hohen Patientenzufriedenheit. Viele Lobesworte in persönlichen Gesprächen und gute Bewertungen im Internet sind die Folge. Dennoch ist sich der erfahrene Facharzt für Plastische Chirurgie aus Köln sehr bewusst, welche Verantwortung dieser Beruf mit sich bringt. „Wir sind Projektionsfläche zahlreicher Emotionen und Wünsche. Nicht immer ist der körperliche Makel der Motor des Besuchs in meiner Klinik“, erklärt Spanholtz. „Viele Patienten haben ein tiefes Thema mit sich und ihrer Umwelt und suchen in der äußerlichen Veränderung Halt und Perspektive“. 

Angetrieben durch soziale Medien und einseitige Berichterstattung vor allem in Internet und den privaten Medien ergäbe sich oftmals ein „sehr schiefes Bild der Plastischen Chirurgie“ beklagt sich Spanholtz. Ergebnisse werden zu positiv dargestellt und Risiken ignoriert. Er betont, wie wichtig es in diesen Momenten ist, offen und ehrlich die Patienten zu spiegeln und auch herauszufordern.

„Ich muss in 30, vielleicht 45 Minuten ergründen, wie die emotionale Lage der Frau oder des Mannes auf der anderen Schreibtischseite gelagert ist“, so Spanholtz. Meistens läuft dabei ein dreistufiges Schema in seinem Kopf ab: „Erste Frage ist immer: Sehe und verstehe ich den Makel, den die Patientin beschreibt? Dann stelle ich mir die Frage, ob ich eine Technik zur Verfügung habe, die das Problem lösen kann und schließlich die wichtigste Frage überhaupt: Kann ich davon ausgehen, dass die Patientin auch zufrieden mit dem Ergebnis ist? Eine fundierte und einfühlsame Beratung im Vorfeld einer hochwertigen Leistung und das gemeinsame Durchleben der Operation mit dem Patienten muss das Ziel sein“, sagt der Autor mehrerer Bücher, darunter ein soeben erschienener Patientenratgeber. 

Die private Praxisklinik am Rosengarten ist seit Jahren eine renommierte Adresse für Fettabsaugungen, Gesichtsoperationen, Brustchirurgie, Intimchirurgie und Faltenbehandlungen aller Art. Spanholtz blickt dabei auf mehr als 10.000 Behandlungen zurück und jedes Jahr kommen mindestens 1000 hinzu. „Für mich ist dieses Vertrauen eine riesengroße Ehre und ein Ansporn für jeden neuen Tag. Ich muss mich überhaupt nicht überreden, in die Praxis zu fahren. Nach wie vor ist dies mein liebster Arbeitsweg!“, gibt Spanholtz zu. 

Frau P. hat beim Verlassen der Praxisklinik am Rosengarten sofort einen OP-Termin ausgemacht und ist bis heute, 3 Jahre nach der OP, begeistert: „Ich bin froh, dass ich meinem Herz gefolgt bin. Eine bessere Betreuung hätte ich mir nicht vorstellen können!“. Dr. Spanholtz erwidert: „Klar freue ich mich über so liebe Worte. Wir müssen dennoch immer aufmerksam und selbstkritisch bleiben in unserer Tätigkeit als Plastische Chirurgen. Die Patienten vertrauen uns ihre tiefsten Wünsche an und unsere Aufgabe ist es, damit sensibel umzugehen“. Momentan schreibt Spanholtz an seinem nächsten Buch, sofern er neben den vielen Operationen Zeit und Ruhe findet.′

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