Home » Aesthetik » „Eine Liposuktion ist mehr als eine Fettabsaugung!“
Aesthetik

„Eine Liposuktion ist mehr als eine Fettabsaugung!“

Foto: Nadya Lukic via Shutterstock

Vor einem Jahr bekam Dounia Slimani die Diagnose Lipödem. Wie sie damit umgegangen ist und was sie anderen Betroffenen rät, erfahren Sie im Interview.

Dounia Slimani

Social Media Talent, Lipödem-Patientin

Wie kam es zu der Diagnose?

Tatsächlich ist es bei mir so, dass ich mein ganzes Leben lang, obwohl ich nie Probleme mit meiner Figur hatte, immer Probleme hatte an meinen Beinen abzunehmen. Das hat mir früher, als ich jünger war, nicht so viel ausgemacht. Erst als ich schwanger wurde und 30 Kilo zugenommen, hatte, habe ich es wirklich gemerkt. Nach der Geburt habe ich dann noch mehr zugenommen und da fing es dann an, dass ich auf einmal überall an meinen Beinen blaue Flecke hatte, jeden Abend hatte ich Wasser in den Füßen. Des Öfteren musste ich ins Krankenhaus, weil mir schlecht war oder ich Schmerzen hatte. Es kam sogar so weit, dass ich auch Stillpausen machen musste, weil ich die Schmerzen ohne Schmerztabletten nicht ausgehalten habe. Viele Ärzte meinten damals zu mir, dass es noch an den Hormonen der Schwangerschaft liegt und sich das in ein paar Monaten wieder beruhigen wird. Das ist aber nicht eingetreten, die Schmerzen wurden immer stärker. Es war wirklich schlimm, ich konnte meinen Sohn teilweise nicht mehr zum Spielplatz begleiten, was mich zum Verzweifeln brachte. In der Zeit sind wir dann auch nach Stuttgart umgezogen. Dort bin ich dann in eine Gefäßklinik gegangen, weil ich zudem auch sehr viele Besenreiser bekommen habe. In der Klinik hat der Arzt dann die Diagnose Lipödem Stadium 2 gestellt. Ich wusste zuerst überhaupt nicht, was das ist. Er hat mir das Ganze dann erklärt, dass es sich um eine Fettgewebskrankheit handelt und das Fettgewebe außerordentlich wächst und man es selbst gar nicht beeinflussen kann. Es kommt einfach in der Genetik vor und man wird damit geboren – und hat es das ganze Leben lang, ohne es zu merken. Aber ab und zu gibt es dann eine Art „Trigger“, wie bei mir die Schwangerschaft.

Wie bist du nach der Diagnose damit umgegangen?

Ich habe tatsächlich weinen müssen, weil die Krankheit mir wirklich Angst gemacht hat. Dann habe ich mich immer weiter erkundigt und viele Patientenberichte gelesen und immer wieder zu mir selbst gesagt: „Das will ich nicht haben, ich will leben und reisen und mit meinem Kind spielen.“ Zwei Wochen habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und ich habe versucht, eine Lösung zu finden. So bin ich dann auch auf die Liposuktion gestoßen. Danach begann meine Suche nach einem passenden Arzt, den ich in Ludwigshafen gefunden habe. Dieser Arzt ist auf die Liposuktion bei Lipödem spezialisiert. Er hat mich über verschiedene Methoden aufgeklärt, die man im Laufe der Krankheit zur vorläufigen Heilung machen kann, wie zum Beispiel die Lymphdrainage und auch die Liposuktion, die aber auch keine Garantie darstellt, dass die Krankheit danach nie wiederkommt. Trotz allem muss man danach Kompressionsstrümpfe tragen und darauf achten, sich weiterhin gesund zu ernähren, doch lindert die Liposuktion vorläufig die Schmerzen und hilft einem dabei, schmerzfreier und sorgenfreier zu leben.

Aber so eine OP ist nicht ohne…

Garantiert nicht! Viele sagen zu mir: „Oh du hast dir ja Fett absaugen lassen – wie toll.“ Da denke ich mir: „Oh nein, so ohne ist das nicht.“

Hat es lange gebraucht, darüber nachzudenken, ob du es machen willst?

Ja, auf jeden Fall, aber es war das einzig Wirksame für mich in meinem Fall. Wichtig ist, dass man sich immer vor Augen hält, dass dadurch die Krankheit nicht verschwindet. Auch muss man so einen Eingriff womöglich über die Jahre mehrmals machen. Das Traurige ist, dass sich nicht jede betroffene Frau leisten kann, den Eingriff zu machen, die Krankenkasse zahlt hierfür ja nicht.

Wie geht es dir nach der OP?

Mir geht es wirklich besser und meine Beine schwellen nicht mehr so schnell an. Ich kann wieder rennen und mit meinem Sohn spielen.

Was rätst du den Frauen, die den Verdacht auf die Krankheit haben?

Auf jeden Fall sofort bei Verdacht diesen auch mit dem Hausarzt besprechen und sich zum Spezialisten überweisen lassen. Wenn man das Gefühl hat, immer auf das hören, was die Intuition einem sagt, und wirklich dahin gehen, wo man sich am wohlsten fühlt. Nicht für jede Frau ist die Liposuktion die richtige Behandlung. In meinem Fall hat es mir wirklich geholfen, aber bei manchen helfen auch Strümpfe oder andere Maßnahmen. Da sollte man sich mit der Beratung mehrerer Ärzte auseinandersetzen und das tun, was man selbst denkt, was das Richtige ist! Auch mit den Krankenkassen reden und schauen, was man da machen kann.

Wie sieht dein Alltag heute aus?

Ich mache alles, was mich glücklich macht – sportliche Betätigung, gesunde Ernährung und natürlich ganz viel Zeit mit meiner Familie verbringen.

Du möchtest mehr über Dounia erfahren?

Begleite Ihren Weg auf Ihren Social Media Platformen weiter!

> Facebook > Instagram > Youtube > Blog

Nächster Artikel
Home » Aesthetik » „Eine Liposuktion ist mehr als eine Fettabsaugung!“
Sponsored

Vertrauen ist das A und O

Einblicke in den Klinikalltag der Praxisklinik am Rosengarten

avatar

Dr. med. Timo A. Spanholtz

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit besonderen Schwerpunkt in ästhetisch-plastischer Chirurgie

Nach dem Gespräch wusste Frau P., dass sie hier richtig ist. „Ich hatte sofort einen Draht zu dem Arzt und fühlte mich wirklich verstanden. Mir war in diesem Moment klar, dass ich von diesem Mann operiert werden will. Besser heute als morgen!“. Wie Frau P. geht es vielen Patientinnen, die zu Dr. Timo Spanholtz in die Sprechstunde kommen. 

Seine offene und aufrichtige Art und die verständliche Erklärung auch komplizierter Operationen führt zu einer sehr hohen Patientenzufriedenheit. Viele Lobesworte in persönlichen Gesprächen und gute Bewertungen im Internet sind die Folge. Dennoch ist sich der erfahrene Facharzt für Plastische Chirurgie aus Köln sehr bewusst, welche Verantwortung dieser Beruf mit sich bringt. „Wir sind Projektionsfläche zahlreicher Emotionen und Wünsche. Nicht immer ist der körperliche Makel der Motor des Besuchs in meiner Klinik“, erklärt Spanholtz. „Viele Patienten haben ein tiefes Thema mit sich und ihrer Umwelt und suchen in der äußerlichen Veränderung Halt und Perspektive“. 

Angetrieben durch soziale Medien und einseitige Berichterstattung vor allem in Internet und den privaten Medien ergäbe sich oftmals ein „sehr schiefes Bild der Plastischen Chirurgie“ beklagt sich Spanholtz. Ergebnisse werden zu positiv dargestellt und Risiken ignoriert. Er betont, wie wichtig es in diesen Momenten ist, offen und ehrlich die Patienten zu spiegeln und auch herauszufordern.

„Ich muss in 30, vielleicht 45 Minuten ergründen, wie die emotionale Lage der Frau oder des Mannes auf der anderen Schreibtischseite gelagert ist“, so Spanholtz. Meistens läuft dabei ein dreistufiges Schema in seinem Kopf ab: „Erste Frage ist immer: Sehe und verstehe ich den Makel, den die Patientin beschreibt? Dann stelle ich mir die Frage, ob ich eine Technik zur Verfügung habe, die das Problem lösen kann und schließlich die wichtigste Frage überhaupt: Kann ich davon ausgehen, dass die Patientin auch zufrieden mit dem Ergebnis ist? Eine fundierte und einfühlsame Beratung im Vorfeld einer hochwertigen Leistung und das gemeinsame Durchleben der Operation mit dem Patienten muss das Ziel sein“, sagt der Autor mehrerer Bücher, darunter ein soeben erschienener Patientenratgeber. 

Die private Praxisklinik am Rosengarten ist seit Jahren eine renommierte Adresse für Fettabsaugungen, Gesichtsoperationen, Brustchirurgie, Intimchirurgie und Faltenbehandlungen aller Art. Spanholtz blickt dabei auf mehr als 10.000 Behandlungen zurück und jedes Jahr kommen mindestens 1000 hinzu. „Für mich ist dieses Vertrauen eine riesengroße Ehre und ein Ansporn für jeden neuen Tag. Ich muss mich überhaupt nicht überreden, in die Praxis zu fahren. Nach wie vor ist dies mein liebster Arbeitsweg!“, gibt Spanholtz zu. 

Frau P. hat beim Verlassen der Praxisklinik am Rosengarten sofort einen OP-Termin ausgemacht und ist bis heute, 3 Jahre nach der OP, begeistert: „Ich bin froh, dass ich meinem Herz gefolgt bin. Eine bessere Betreuung hätte ich mir nicht vorstellen können!“. Dr. Spanholtz erwidert: „Klar freue ich mich über so liebe Worte. Wir müssen dennoch immer aufmerksam und selbstkritisch bleiben in unserer Tätigkeit als Plastische Chirurgen. Die Patienten vertrauen uns ihre tiefsten Wünsche an und unsere Aufgabe ist es, damit sensibel umzugehen“. Momentan schreibt Spanholtz an seinem nächsten Buch, sofern er neben den vielen Operationen Zeit und Ruhe findet.′

Nächster Artikel