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  • Augenblick, bitte!

    Fünf Dinge mit denen man sehbehinderte Menschen in Zeiten von Corona unterstützen kann

    Foto: Halfpoint via Shutterstock

    Das Coronavirus hat das gesellschaftliche Leben in nahezu allen Belangen von Grund auf verändert. Für Menschen, die durch eine Sehbehinderung ohnehin schon mehr auf Rücksicht von ihren Mitmenschen angewiesen sind, ist die aktuelle Zeit eine noch größere Herausforderung. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. hat Betroffene gefragt, welche Dinge sie am besten unterstützen.

    1. Die wichtigste Sache ist etwas, das auch ohne die Pandemie die größte Bedeutung hat: das Hilfe-anbieten. Nicht jeder sehbehinderte Mensch hat die gleichen Einschränkungen oder Erfahrungen. Ein einfaches „Kann ich Ihnen behilflich sein?“ kann auch aus der Entfernung heraus geschehen und einem Mitmenschen den Alltag erleichtern.
    2. Gerade jetzt, wo Menschen in der Öffentlichkeit oder dem Supermarkt Abstand halten, ist das Reden besonders wichtig. Sehbehinderte Menschen sind in Zeiten mit Abstandsregeln umso mehr darauf angewiesen, dass man ihnen durch Worte ihr Umfeld erklärt und ihnen so bei der Orientierung hilft.
    3. Ebenjene Abstandsregeln sind auch eine große Herausforderung für blinde oder sehbehinderte Menschen. Durch Seheinschränkungen fällt es schwerer, immer direkt einschätzen zu können, ob man weit genug entfernt von den Mitmenschen steht. Daher ist es wichtig, von sich aus Abstand zu halten und dies Betroffenen abzunehmen. Im Fall der Fälle kann auch hier gerne einfach miteinander gesprochen werden.
    4. Was Menschen mit uneingeschränkter Sicht eventuell nicht klar ist, ist, dass der Busfahrer für Menschen mit Seheinschränkung wie ein Navigator ist. Da der Bus aktuell allerdings nicht durch die vorderen Türen zu betreten ist, ist das Busfahren eine enorme Herausforderung geworden. Daher ist es sehr hilfreich, wenn man Betroffenen eine Info über die aktuelle Buslinie gibt oder sie auch gerne zu einem freien Sitzplatz navigiert.
    5. Das Einkaufen ist eine der größten Hürden für sehbehinderte Menschen. Die Einkaufswagenpflicht erschwert den Gebrauch des Stocks, und das Abtasten von Verpackungen, um die richtige Sorte zu wählen, ist in der aktuellen Zeit quasi verpönt. Gelassenheit und Hilfsbereitschaft von Personal und Kunden sind hier, wie auch im gesamten Alltag, sehr willkommen.  

    Sie möchten mehr erfahren?

    Weitere Informationen finden Sie unter www.dbsv.org/corona

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