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Dazu hat jeder seine eigenen Vorstellungen, und zum Glück können diese heutzutage auch beinahe komplett erfüllt werden. Zu Beginn steht der Wunsch, so lange wie möglich zu Hause bleiben zu können. 

Dies gelingt meist für eine lange Zeit mit einem ambulanten Pflegedienst und zusätzlich einem Hausnotrufsystem für den Ernstfall. Eine früher angedachte und langfristigere Alternative stellt eine Wohngemeinschaft mit gleichaltrigen, fitten Senioren dar. Ähnlich wie im Betreuten Wohnen können dort individuelle Servicepakete aus der Hauswirtschaft und Pflege gebucht werden. Die vierte Möglichkeit befindet sich häufig in direkter Nachbarschaft zu den betreuten Wohnformen – ein Seniorenheim mit einer 24/7-Betreuung und -Pflege.

Für jeden gibt es eine passende Lösung, die von vielen individuellen Faktoren abhängt. Hier möchten wir Ihnen die Gegebenheiten vorstellen, die jede einzelne Wohnform mit sich bringt, um Sie bei der Beantwortung dieser grundlegenden Frage zu unterstützen.


Zu Hause

Die Vorteile Ihres eigenen Wohnumfeldes liegen sicher auf der Hand: Vertrautheit, Geborgenheit, Orientierung. All das kann Ihnen zu Hause keiner nehmen. Mit einem häuslichen Pflegedienst, der Sie anfangs wöchentlich besuchen kommt und Ihnen schwere hauswirtschaftliche Aufgaben abnimmt oder die Medikamente dosiert, können Sie so für eine lange Zeit in Ihren eigenen vier Wänden bleiben. Steigt die Pflegebedürftigkeit oder häufen sich die Stürze, sollte zusätzlich umgehend ein Hausnotrufsystem installiert werden. Diese Hilfe auf Knopfdruck, welche der Senior als Kette oder Armband ganz nah am Körper trägt, vermittelt schnelle Hilfe und leitet notwendige Hilfsmaßnahmen ein. Als zusätzliche pflegerische Unterstützung gibt es die Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, die allesamt die pflegenden Angehörigen entlasten sollen.

Selbstbestimmte Wohngemeinschaften

Eine selbstbestimmte Wohngemeinschaft ist ein Privathaushalt. Das Zusammenleben von (demenziell veränderten) Menschen mit unterschiedlichen Pflegegraden findet in familienähnlichen Strukturen statt, wobei die dafür erforderlichen hauswirtschaftlichen, pflegerischen und betreuenden Dienstleistungen von den Angehörigen gemeinschaftlich geplant und organisiert werden. Jede Wohngemeinschaft zeichnet sich durch ihren individuellen Charakter aus, welcher geprägt wird durch die Bewohnergemeinschaft, die Angehörigen-gruppe und das Mitarbeiterteam. Vor Ort können gewohnte Beschäftigungen (Küche, Haushalt, Garten) beibehalten werden und Angehörige, Bekannte sowie Freunde können den Alltag im Haus aktiv mitgestalten. Aktiv sein können nach eigenen Wünschen – das ist der zentrale Anspruch einer Wohn- oder Hausgemeinschaft. 

Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen heißt bei der richtigen Wahl: leben wie gewohnt, mit mo-derner seniorengerechter Ausstattung und vielfältigen Serviceleistungen. Kurz gesagt: umsorgt wohnen mit mehr Le-bensqualität. Dazu schließen Sie einen Mietvertrag mit einem Anbieter ab und wohnen in einem betreuten Appartement durch inkludierte Grundleistungen (z. B. Hausnotrufsystem) selbstbestimmt und trotzdem sicher. Über einen Leistungsvertrag können Sie zusätzliche Serviceleistungen in Anspruch nehmen, wie pflegerische Unterstützung durch den angebotenen häuslichen Pflegedienst oder auch hauswirtschaftliche Hilfe, beispielsweise Reinigung, Wäsche oder Einkäufe. Zudem sind die meisten Häuser an ein Seniorenheim angeschlossen, sodass Sie von einer Verpflegung vor Ort und/oder dessen Beschäftigungs-programm profitieren können. Sollten Sie dann irgendwann wirklich umfang-reichere Pflege benötigen, müssen Sie Ihr gewohntes Umfeld nicht ein zweites Mal verlassen, sondern ziehen, meist nur wenige Meter entfernt, in die Senioreneinrichtung. Dort sind Ihnen dann bestenfalls einige Bewohner und vor allem das Pflegepersonal bereits bekannt.

Senioren-/Pflege-/Altersheim

Das Seniorenheim ist die intensivste Betreuungsform im Alter. Ganz gleich welchen Pflegegrad Sie im hohen Alter haben werden, hier wird man Sie entsprechend pflegen, betreuen und aktivieren. In der vollstationären Pflege bewohnen Sie auch ein eigenes Zimmer, können es mit Ihren eigenen Möbeln gemütlich machen und haben zudem 24 Stunden am Tag die notwendige pflegerische Kompetenz an Ihrer Seite, die Sie benötigen. Oftmals sind auch Haustiere erlaubt und die Bewohner werden darüber hinaus mit abwechslungsreichen Veranstaltungs-, aber auch Speiseplänen umsorgt. Einen Einblick in das betreute Leben & Wohnen in verschiedenen Häusern gibt ein Blog mit dem Titel Newsblog Pflege „aktiv“ unter wirpflegen.de.

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Wer sich Gedanken um altersgerechtes Wohnen und Pflege macht, sollte die jeweiligen Vor- und Nachteile der möglichen Wohnformen in Ruhe bedenken.

Knapp 3,5 Millionen Menschen sind laut statistischem Bundesamt auf Pflege angewiesen. Seit der Jahrtausendwende ist diese Zahl um circa 70 Prozent gestiegen. Der Grund sind der demographische Wandel, aber auch die Pflegereform mit einem veränderten Verständnis von Pflegebedürftigkeit.

Zu Hause oder in Einrichtung

Im Alter stehen Menschen dann vor der Wahl, ob sie sich weiter für ein Wohnen zu Hause entscheiden, wenn sie können, oder sich in eine entsprechende Einrichtung begeben, um den Alltag zu bewältigen. Rund drei Viertel der Pflegebedürftigen wird hierzulande zu Hause versorgt, ein Großteil von seinen Angehörigen. Das andere Viertel lebt in einem Pflegeheim.

Im gewohnten Umfeld

Wer sich für zu Hause entscheidet, lebt weiter in seinem gewohnten Umfeld, hat gesundheitlich fördernd regen Kontakt zur Familie, seine Tagesabläufe können gleich bleiben und Kosten fallen eher geringer aus. Möglich ist auch das so genannte Mehrgenerationenhaus, wo Ältere wie Jüngere in unterschiedlichen Stockwerken weiter über ihre räumliche Unabhängigkeit verfügen. Problematisch kann jedoch die psychische und physische Belastung für die Angehörigen werden. Nicht selten leidet die eigene Karriere, obwohl noch ambulante Pflegedienste unterstützen. Oft muss das Zuhause barrieregerecht umgebaut werden. Bei vielen Erkrankungen wie fortgeschrittener Demenz ist die Familie gar nicht in der Lage, passende Hilfe zu leisten.

Professionelles Pflegeheim

Dies ist rund um die Uhr in einem Pflegeheim gegeben, wo jederzeit medizinische Hilfe mit Fachpersonal verfügbar ist, auch in Notfällen, die im Alter häufiger auftreten. Betreuung und Pflege sind hier maßgeschneidert. Hinzu kommen barrierefreies Wohnen oder soziale Kontakte und Aktivitäten im Heim. Der Austausch mit anderen Senioren in diesem Lebensabschnitt kann Freude bereiten, wenn sie mit neuen Freunden und Bekannten Interessen, aber auch Ängste teilen. Hinzu kommen organisierte Freizeitaktivitäten, die Ältere fit halten. Angehörige können gezielt Zeit mit dem Pflegebedürftigen verbringen. Allerdings ist hier der finanzielle Aufwand teilweise höher und die älteren Menschen leben in zunächst fremder Umgebung.

Mögliche Mischformen

Längst gibt es auch Mischformen: So ermöglicht betreutes, barrierefreies Wohnen weitgehende Selbständigkeit der Bewohner und Kontakt zu anderen. Entsprechende Leistungen werden hinzu gebucht. Allerdings gibt es hierzulande ein geringes Angebot dieser Wohneinrichtungen. Weitere Alternativen sind Senioren-WGs, in denen sich die Bewohner gegenseitig unterstützen, die Miete teilen, wo aber auch Konflikte drohen und Veränderungen, wenn doch eine volle Pflege notwendig ist.

Die verschiedenen Varianten sind also unter anderem abhängig von notwendigem Pflegebedarf und individuellen Voraussetzungen. Die passende Wahl ist daher eine Entscheidung, für die man sich im Familienrat viel Zeit nehmen sollte.

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