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Lästiges Leiden: Blasenentzündung

Foto: jaojormami vis shutterstock

Tipps zur Behandlung und Vorbeugung von Blasenentzündung

Lästiges Leiden: Blasenentzündung

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen – besonders Frauen kennen diese Symptome einer Blasenentzündung. Wie Sie diesen vorbeugen oder sie, bei einer bereits bestehenden Entzündung der Blase, behandeln können.

Blasenentzündung: Auslöser

Entzündungen der Blase treten hauptsächlich bei Frauen auf. Schuld daran sind die kurze Harnröhre der Frau sowie die Nähe des Harnröhrenausgangs zum After. Meistens wird eine Entzündung der Blase durch die sogenannten Escherichia-coli-Bakterien ausgelöst. Diese gehören zur menschlichen Darmflora. Wird jedoch nach dem Toilettengang falsch von hinten nach vorn gesäubert, können die Bakterien vom Darm in die Blase gelangen. Neben den Escherichia-coli-Bakterien können seltenerweise auch andere Erreger wie Streptokokken, Klebsiellen oder auch Pilze die Blase reizen. Auch bei Männern kann sich die Blase entzünden. Hier ist der Hauptgrund eine Entzündung der Prostata.

Blasenentzündung vorbeugen – 3 Tipps

Viel Trinken

Trinken Sie mindestens 2,5 Liter am Tag. Dadurch werden die Bakterien aus der Blase „herausgespült“. Besonders gut geeignet sind Wasser, Früchte- oder Kräutertee.

Unterkühlung vermeiden

Vermeiden Sie jede Unterkühlung. Setzen Sie sich nicht auf kalte Untergründe und vermeiden Sie unbedingt auch kalte Füße. Hilfreich können auch Wärmekissen sein.

Frische Unterwäsche

Tragen Sie immer frische, nicht zu enge Unterwäsche – am besten aus Naturmaterialien. Vermeiden Sie Kunstfasern oder Kunststoffe.

Blasenentzündung behandeln

Manchmal genügen bei einer Blasenentzündung Hausmittel zur Therapie. Beispiele:

  • Entleeren Sie die Blase so oft wie nötig. Das „Verkneifen“ des Wasserlassens sollte vermieden werden.
  • Getränke wie Alkohol, Kaffee oder Zitrussäfte sollten während einer Blasenentzündung vermieden werden, da diese Getränke die Blase reizen.
  • Preiselbeersaft kann helfen, ein Rezidiv zu verhindern. Allerdings hilft der Saft nicht bei der Behandlung einer akuten Blasenentzündung.
  • Zur Schmerzreduktion kann eine Wärmflasche oder ein Heizkissen auf den Unterbauch gelegt werden. Alternativ kann auch ein warmes Sitzbad schmerzlindernd wirken.

Sollten sich die Beschwerden innerhalb von drei Tagen nicht bessern, muss ein Arzt aufgesucht werden. Möglicherweise ist eine Antibiotikatherapie erforderlich.

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Mit Gewürzen das Immunsystem stärken

Alfons Schubeck gehört zu den beliebtesten deutschen Starköchen. Neben seinen Restaurants „Südtiroler Stuben“ und „Orlande“ betreibt der Sternekoch einen Gewürzladen.

Wie Gewürze das Immunsystem stärken können, erzählt der Bayer im Interview.

Was ist Ihr Gesund-durch-den-Winter-Ernährungstipp?

Ich empfehle viel Hühnerbrühe, da sie dank Cystein im Hühnerfleisch die „Wanderung“ weißer Blutkörperchen in die Schleimhäute bremst und damit gut gegen Entzündung ist. Hilfreich finde ich auch Hühnerfleisch (das gut „entgiftet“), Wirsing (der erstaunliche Wirkung als Radikalenfänger und Entgifter hat) und Meerrettich (der hilfreich gegen Erkältungskrankheiten der Atemwege ist).

Sie sind für Ihre Gewürzvielfalt bekannt. Bitte nennen Sie uns vier Gewürze, die das Immunsystem in der kalten Jahreszeit besonders stärken.

Fast alle Kräuter und Gewürze enthalten Inhaltsstoffe, die das Immunsystem unterstützende und damit entzündungshemmende Wirkung haben.

Knoblauch

Dass Knoblauch das Immunsystem schützt, war schon vor fast 5000 Jahren den Bauherren der Pyramiden bekannt, die ihre Arbeiter von morgens bis abends Knoblauch essen ließen, um sie gegen Infektionen zu schützen.Bis heute ist rätselhaft, woher man damals schon wissen konnte, dass Knoblauch das Immunsystem schützt. In der 18 Meter langen, etwa 2700 Jahre alten Rolle des ägyptischen „Papyrus Ebers“ stehen beispielsweise therapeutische Anwendungen mit Knoblauch, Kümmel, Wacholder und Zimt.

Ingwer

Die Wirkung von Ingwer auf unser Immunsystem ist auch lange bekannt. Neuerdings weiß man, dass hochkonzentrierter frischer Ingwer die Schleimhautzellen zur Produktion von Abwehrstoffen gegen Rhinoviren (die Erreger von Erkältungskrankheiten) anregt.

Thymian

Die beiden Hauptwirkstoffe des Thymians, Thymol und Carvacrol, haben bei Erkrankungen der Atemwege eine gute antibakterielle Wirkung: Sie greifen die Erreger in den Atemwegen an und wirken krampflösend auf die Bronchialmuskulatur. Auf die wirkt auch Fenchelsamen (oder Fenchelfrüchte, wie die Botaniker sagen) antibakteriell und entspannend.

Kurkuma

Für keinen Inhaltsstoff eines Gewürzes, oder Würzkrauts, ist bisher ein vergleichbares, breitgefächertes Spektrum von gesundheitsfördernden Eigenschaften nachgewiesen worden, wie für Kurkumin, den gelben Farbstoff  aus dem Wurzelstock der Gelbwurz (Curcuma longa). Als wahrer „Zellschutzstoff“ leistet Kurkumin unserem Immunsystem wertvolle Unterstützung bei seiner Arbeit.

Rezept von Alfons Schuhbeck: Gewürzpunsch

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