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Sommergrippe: Vorbeugen ist besser

Der Sommer ist zu schön, um krank im Bett zu liegen. Foto: Dragana Gordic via Shutterstock

„Ich hab eine Sommergrippe.“ Mit schniefender Nase sagt Stephanie Kaluweit die gemeinsam geplante Radtour bei ihrer Freundin Anneke ab.

Ärzte wissen natürlich, dass es sich bei Stephanies Erkrankung nicht um eine tückische Influenza, sondern um eine sommerliche Erkältung – auch grippale Infektion genannt – handelt. Viren sind die Auslöser dieser sommerlichen Erkältungen, und die Ansteckung erfolgt über die sogenannte Tröpfcheninfektion. Anhusten, aber auch die Berührung von Telefonhörern, Türklinken können zur Infektion führen.

Krankheitsfallen sind auch Klimaanlagen in Autos, die bei langen Autofahrten die Schleimhäute austrocknen und so den Krankheitserregern im Nasen-Rachen-Raum Tür und Tor öffnen. Ebenso können zu wenig trinken und zu lange Sonnenbäder, weil Letztere das Immunsystem schwächen, zu einer Sommergrippe führen.

Ärzte raten zur Vorbeugung, bei höheren Temperaturen Sport zu meiden – denn auch das ist Stress für den Körper und das Immunsystem. Zudem sollte man sich vitamin- und ballaststoffreich ernähren. Nicht umsonst haben die meisten Menschen im Sommer keine Lust, fettreich zu essen. Pommes und Currywurst sollten in der Mittagshitze tabu sein, Salate und Gemüse sind die optimale Ernährung für die heißen Tage.

Außerdem ist ausreichendes Trinken angesagt, etwa zwei bis drei Liter pro Tag sollten es schon sein. Wenn man von einer Sommergrippe betroffen ist, müssen es im Übrigen nicht gleich die chemischen Keulen sein, mit denen man die Viren bekämpft.  Eine Reihe von Betroffenen vertraut auch auf die sanfte Medizin. Die Homöopathie bietet Mittel an, deren Inhaltsstoffe die Selbstheilungskräfte des oder der Betroffenen stimulieren und so die Heilungsprozesse beschleunigen. Rechtzeitig und als Vorbeugung eingesetzt, können diese Mittel grippale Infektionen unter Umständen sogar verhindern.

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Mit Gewürzen das Immunsystem stärken

Alfons Schubeck gehört zu den beliebtesten deutschen Starköchen. Neben seinen Restaurants „Südtiroler Stuben“ und „Orlande“ betreibt der Sternekoch einen Gewürzladen.

Wie Gewürze das Immunsystem stärken können, erzählt der Bayer im Interview.

Was ist Ihr Gesund-durch-den-Winter-Ernährungstipp?

Ich empfehle viel Hühnerbrühe, da sie dank Cystein im Hühnerfleisch die „Wanderung“ weißer Blutkörperchen in die Schleimhäute bremst und damit gut gegen Entzündung ist. Hilfreich finde ich auch Hühnerfleisch (das gut „entgiftet“), Wirsing (der erstaunliche Wirkung als Radikalenfänger und Entgifter hat) und Meerrettich (der hilfreich gegen Erkältungskrankheiten der Atemwege ist).

Sie sind für Ihre Gewürzvielfalt bekannt. Bitte nennen Sie uns vier Gewürze, die das Immunsystem in der kalten Jahreszeit besonders stärken.

Fast alle Kräuter und Gewürze enthalten Inhaltsstoffe, die das Immunsystem unterstützende und damit entzündungshemmende Wirkung haben.

Knoblauch

Dass Knoblauch das Immunsystem schützt, war schon vor fast 5000 Jahren den Bauherren der Pyramiden bekannt, die ihre Arbeiter von morgens bis abends Knoblauch essen ließen, um sie gegen Infektionen zu schützen.Bis heute ist rätselhaft, woher man damals schon wissen konnte, dass Knoblauch das Immunsystem schützt. In der 18 Meter langen, etwa 2700 Jahre alten Rolle des ägyptischen „Papyrus Ebers“ stehen beispielsweise therapeutische Anwendungen mit Knoblauch, Kümmel, Wacholder und Zimt.

Ingwer

Die Wirkung von Ingwer auf unser Immunsystem ist auch lange bekannt. Neuerdings weiß man, dass hochkonzentrierter frischer Ingwer die Schleimhautzellen zur Produktion von Abwehrstoffen gegen Rhinoviren (die Erreger von Erkältungskrankheiten) anregt.

Thymian

Die beiden Hauptwirkstoffe des Thymians, Thymol und Carvacrol, haben bei Erkrankungen der Atemwege eine gute antibakterielle Wirkung: Sie greifen die Erreger in den Atemwegen an und wirken krampflösend auf die Bronchialmuskulatur. Auf die wirkt auch Fenchelsamen (oder Fenchelfrüchte, wie die Botaniker sagen) antibakteriell und entspannend.

Kurkuma

Für keinen Inhaltsstoff eines Gewürzes, oder Würzkrauts, ist bisher ein vergleichbares, breitgefächertes Spektrum von gesundheitsfördernden Eigenschaften nachgewiesen worden, wie für Kurkumin, den gelben Farbstoff  aus dem Wurzelstock der Gelbwurz (Curcuma longa). Als wahrer „Zellschutzstoff“ leistet Kurkumin unserem Immunsystem wertvolle Unterstützung bei seiner Arbeit.

Rezept von Alfons Schuhbeck: Gewürzpunsch

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