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Spielsucht: Möglichkeiten und Grenzen für betroffene Angehörige

Für Betroffene ist es ein wichtiger Schritt, die Erkrankung zu erkennen und professionelle Hilfe anzunehmen. Angehörige können hier natürlich immer wieder dazu ermutigen, Unterstützung in einer Suchtberatungsstelle zu suchen oder auch andere Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Hat der Betroffene selbst noch nicht eingesehen, dass beispielsweise das nächtliche Onlinepokerspiel schon längst nicht mehr dazu dient, sich von Schlafproblemen abzulenken, sondern schlichtweg zur Sucht geworden ist, können sich die Angehörigen auch selbst in den Suchtberatungsstellen über weitere Möglichkeiten informieren.   

Dort finden Angehörige Informationen darüber, was Glücksspiele sind, wie die rechtliche Lage ist und vor allem auch was Glücksspielsucht ist und wie diese entsteht. Entscheidend ist vor allem, den Angehörigen zu zeigen, wie sie mit Problemen wie Misstrauen umgehen, wie der Stress bewältigt werden kann und wie den Belastungen, die durch das Glücksspiel hervorgerufen werden, entgegengewirkt werden kann.  

Eines ist für Angehörige allerdings besonders wichtig zu wissen: Sie können keinen Einfluss darauf nehmen, ob ihr Mann, ihre Frau, ihr Bruder, ihr Schwager oder auch die beste Freundin nach dem Feierabend ins Kasino fahren, obwohl sie beteuern, nur länger arbeiten zu müssen. Es gibt weder Strategien noch Taktiken, um jemanden vom Spielen abzuhalten oder gar zu überreden, damit aufzuhören und sich Hilfe zu suchen.

Gerade für die Angehörigen ist es schwer zu wissen, dass das Suchtverhalten eines Menschen nicht kontrollierbar und heilbar ist. Für die eigene Gesundheit ist es aber besonders wichtig, dies zu akzeptieren, weil die Gefahr, bei dem Versuch zu helfen selbst in den Strudel mit hineingezogen zu werden, besonders hoch ist. Da die eigene Lebensqualität schnell in Mitleidenschaft gezogen werden kann, gibt es auch spezielle Hilfs- uns Unterstützungsangebote für Angehörige.

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Mit Gewürzen das Immunsystem stärken

Alfons Schubeck gehört zu den beliebtesten deutschen Starköchen. Neben seinen Restaurants „Südtiroler Stuben“ und „Orlande“ betreibt der Sternekoch einen Gewürzladen.

Wie Gewürze das Immunsystem stärken können, erzählt der Bayer im Interview.

Was ist Ihr Gesund-durch-den-Winter-Ernährungstipp?

Ich empfehle viel Hühnerbrühe, da sie dank Cystein im Hühnerfleisch die „Wanderung“ weißer Blutkörperchen in die Schleimhäute bremst und damit gut gegen Entzündung ist. Hilfreich finde ich auch Hühnerfleisch (das gut „entgiftet“), Wirsing (der erstaunliche Wirkung als Radikalenfänger und Entgifter hat) und Meerrettich (der hilfreich gegen Erkältungskrankheiten der Atemwege ist).

Sie sind für Ihre Gewürzvielfalt bekannt. Bitte nennen Sie uns vier Gewürze, die das Immunsystem in der kalten Jahreszeit besonders stärken.

Fast alle Kräuter und Gewürze enthalten Inhaltsstoffe, die das Immunsystem unterstützende und damit entzündungshemmende Wirkung haben.

Knoblauch

Dass Knoblauch das Immunsystem schützt, war schon vor fast 5000 Jahren den Bauherren der Pyramiden bekannt, die ihre Arbeiter von morgens bis abends Knoblauch essen ließen, um sie gegen Infektionen zu schützen.Bis heute ist rätselhaft, woher man damals schon wissen konnte, dass Knoblauch das Immunsystem schützt. In der 18 Meter langen, etwa 2700 Jahre alten Rolle des ägyptischen „Papyrus Ebers“ stehen beispielsweise therapeutische Anwendungen mit Knoblauch, Kümmel, Wacholder und Zimt.

Ingwer

Die Wirkung von Ingwer auf unser Immunsystem ist auch lange bekannt. Neuerdings weiß man, dass hochkonzentrierter frischer Ingwer die Schleimhautzellen zur Produktion von Abwehrstoffen gegen Rhinoviren (die Erreger von Erkältungskrankheiten) anregt.

Thymian

Die beiden Hauptwirkstoffe des Thymians, Thymol und Carvacrol, haben bei Erkrankungen der Atemwege eine gute antibakterielle Wirkung: Sie greifen die Erreger in den Atemwegen an und wirken krampflösend auf die Bronchialmuskulatur. Auf die wirkt auch Fenchelsamen (oder Fenchelfrüchte, wie die Botaniker sagen) antibakteriell und entspannend.

Kurkuma

Für keinen Inhaltsstoff eines Gewürzes, oder Würzkrauts, ist bisher ein vergleichbares, breitgefächertes Spektrum von gesundheitsfördernden Eigenschaften nachgewiesen worden, wie für Kurkumin, den gelben Farbstoff  aus dem Wurzelstock der Gelbwurz (Curcuma longa). Als wahrer „Zellschutzstoff“ leistet Kurkumin unserem Immunsystem wertvolle Unterstützung bei seiner Arbeit.

Rezept von Alfons Schuhbeck: Gewürzpunsch

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