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    Sexuellen Problemen auf der Spur

    Foto: dainis graveris unsplash

    Für Männer spielt ihre sexuelle Potenz eine wichtige Rolle. Nicht nur, dass sie ein erfülltes Sexualleben ermöglicht, Probleme können sich unmittelbar auf das Selbstwertgefühl des betroffenen Mannes auswirken. Daher werden Erektionsstörungen und Libidoverlust nach wie vor eher verschwiegen. Es gibt allerdings wichtige Gründe, sexuelle Beschwerden frühzeitig anzusprechen – etwa ihre Rolle als mögliche Vorboten für einen Herzinfarkt.

    Prof. Dr. Frank Sommer

    Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. und der weltweit erste Professor für Männergesundheit in Deutschland

    Einer groß angelegten Studie der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. zufolge ist in Deutschland jeder fünfte Mann zwischen 20 und 80 Jahren von Erektionsstörungen betroffen. Dabei muss kein Mann mehr an sexuellen Problemen leiden – zu gut sind inzwischen die Diagnose- und vor allem die Behandlungsmöglichkeiten.

    Körperliche Ursachen

    Der häufigste Grund für Erektionsstörungen ist eine Verminderung der Durchblutung. Das heißt, dass während der sexuellen Erregung nicht mehr genügend Blut in die Schwellkörper des Penis gelangt. Zudem fließt es eventuell zu schnell wieder hinaus, es wird also nicht genug Blut im Penis gehalten. Das liegt in den meistens Fällen daran, dass sich die gewebliche Zusammensetzung, also quasi die Infrastruktur, des Penis verändert hat. Darüber hinaus können neurologische Veränderungen eine Rolle spielen sowie Störungen der Potenzmuskulatur. Ist sie schwächer geworden, kann keine ausreichend harte Erektion mehr erfolgen. Und: Auch das „Königshormon“ des Mannes, das Testosteron, hat einen entscheidenden Einfluss auf die sexuelle Gesundheit. So kann eine Abnahme des Hormons – sei es krankheits- oder altersbedingt – zu einer deutliche Reduktion der Libido, also der sexuellen Lust, sowie zu Problemen mit der Erektion führen. Das liegt daran, dass Testosteron ebenfalls an einen direkten Effekt auf den Penis, wie die gewebliche Zusammensetzung, hat.

    Individuelle Therapie

    Bei den meisten Männern liegen mehrere Gründe für ihre Sexualprobleme vor. Daher sollten sich Betroffene generell einer ausführlichen Diagnostik unterziehen, aufgrund derer eine individuelle Therapie erfolgen kann – sei es u.a. mit Medikamenten in Kombination mit apparativen Übungen oder mittels eines speziellen körperlichen Trainings, um defekte Strukturen wieder aufzubauen.

    Grundsätzlich gilt, dass mit einer effektiven Behandlung der Ursachen sogar eine Heilung von Erektionsstörungen möglich ist.

    Frühwarnsystem nutzen

    Und noch etwas ist wichtig: Wenn Mann unter Erektionsstörungen leidet, können sich dahinter auch beginnende generalisierte Gefäßerkrankungen verstecken. Das heißt, eine nachlassende Erektionsfähigkeit kann im Frühstadium ein Hinweis auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, also auf einen drohenden Schlaganfall oder Herzinfarkt sein – und das etwa vier bis achte Jahre vorher. Umso wichtiger ist es, sexuellen Beschwerden auf den Grund zu gehen.

    manney.de

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