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Männer, bleibt gesund!

Vorzeitiger Samenerguss: Jeder fünfte Mann ist betroffen

Foto: ECOSY via Shutterstock

Viele Männer kennen das: Beim Liebesspiel ist der Ejakulationsdruck nach kurzer Zeit unkontrollierbar. Die Folge: Es kommt zum vorzeitigen Samenerguss. „Vorzeitig“ ist der Höhepunkt dann, wenn mindestens einer der Partner unzufrieden ist.

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Oftmals sind es die Männer, die das Gefühl haben, die Bedürfnisse der Partnerin nicht befriedigen zu können. Die große Frage, die sich viele stellen: Welche Lösungen gibt es?

Christopher Flanagan

Sexual-Coach für Männer und Gründer des Projekts „Lovebetter“

Eine zentrale Rolle spielt fast immer die Psyche des Mannes. Männer mit vorzeitigem Samenerguss leiden fast immer auch unter Leistungsdruck bis hin zu Versagensangst. Um eine Verbesserung des Durchhaltevermögens zu erreichen, ist es von großer Bedeutung, wieder in eine entspannte und druckbefreite Haltung zurückzufinden.

Allein das schafft für viele Betroffenen große Verbesserungen des Durchhaltevermögens. Ein wichtiger Schritt sind offene Gespräche mit der Partnerin. Darüber hinaus lohnt sich die Arbeit mit einem Coach oder Therapeuten.

Oftmals spielen auch physiologische Faktoren eine Rolle. Viele Männer trainieren sich den vorzeitigen Samenerguss z. B. durch falsches Masturbationsverhalten über die Jahre selbst an. Durch eine bewusste und ausgedehnte Masturbationspraxis lernt ein Mann, den eigenen Körper und die Erregung besser zu kontrollieren und somit auch den Höhepunkt besser zu steuern.

Am Ende des Tages ist die aktive Auseinandersetzung mit der Problematik entscheidend, um den passenden Ansatz für sich zu finden.

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Weitere Informationen finden Sie unter lovebetter.de.

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Männer leiden anders!

Michael Fischer

European Country Manager bei Movember

Wir merken jeden Tag, dass unsere Väter, Partner, Brüder und Freunde vor einer Gesundheitskrise stehen, über die viel zu selten gesprochen wird. Fakt ist, dass Männer zu jung sterben. Und wir, von der gemeinnützigen Wohltätigkeitsorganisation Movember, sind der Meinung, dass wir uns es nicht leisten können, das zu verschweigen. Deshalb stellen wir jeden November die Männergesundheit in den Fokus mit der Vision, dass Männer in naher Zukunft länger, gesünder und glücklicher leben.


Der aktuelle Zustand der Männergesundheit steckt in der Krise. Weltweit nehmen sich jedes Jahr mehr als 500.000 Männer das Leben. Das ist ein Mann pro Minute. Männer haben schlimmere langfristige Gesundheitsprobleme als Frauen und sterben im Durchschnitt fünf Jahre früher. Das wollen wir ändern. 

Reden rettet Leben!

Wir wissen, dass Männer anders leiden. Was nicht selten mit veralteten Rollenbildern zu tun hat. Oft hört man, dass Männer stark und unabhängig sein müssen und keine Schwäche zeigen dürfen. Diese Klischees führen häufig dazu, dass Männer den Kopf in den Sand stecken und sich nicht die Hilfe und Unterstützung suchen, die sie brauchen. Bei Schmerzen und Problemen ″beißen Männer eher mal die Zähne zusammen″, als sich medizinische Hilfe zu holen. Oftmals sehen Männer keinen Sinn darin, zum Arzt zu gehen, wenn gar nichts weh tut. Die Einsicht, dass Vorsicht besser als Nachsicht ist, bleibt leider viel zu häufig auf der Strecke. Vorsorgeuntersuchungen sind aber essenziell, wenn man″n″ ein längeres, gesünderes und glücklicheres Leben führen möchte. Und der Gang zum Urologen ist ein wichtiger Baustein dafür.

Hoden- und Prostatakrebs sind gut behandelbar, wenn sie frühzeitig entdeckt werden. Junge. Junge Männer zwischen 15 und 40 Jahren haben das höchste Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken. Bei jungen Männern ist es wichtig, dass sie regelmäßig ihre Hoden untersuchen, besonders, wenn bei ihnen das Hodenkrebsrisiko erhöht ist. Mit der Größe, der Form und den normalen Unebenheiten vertraut zu sein, kann dabei helfen, festzustellen, wenn etwas nicht ganz stimmt. Bei Prostatakrebs erklären wir immer, dass nicht jeder Betroffene Symptome zeigt. Anzeichen für Prostatakrebs werden häufig erst von einem Arzt bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Das muss man″n″ im Hinterkopf haben, wenn es um die eigene Gesundheit geht. 

Photo: Movember

Aber Männer leiden natürlich nicht nur körperlich anders – auch mentale Beschwerden bringen sie anders zum Ausdruck. Eine von Movember durchgeführte Studien in den letzten Monaten hat gezeigt, dass sich die Corona-Pandemie insbesondere auf die psychische Gesundheit von Männern ausgewirkt hat. Arbeitsplatzverluste, Beziehungsstress und soziale Isolation fordern ihren Tribut. Wir von Movember haben hart daran gearbeitet, digitale Ressourcen für die psychische Gesundheit schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, um unserer Community in diesen schweren Zeiten zur Seite zu stehen. Ein digitales Tool von Movember ist das ALEC-Modell. Mit „Ask“, „Listen“, „Encourage Action“ und „Check in“ geben wir unserer Community einen Vier-Schritte-Gesprächsleitfaden an die Hand, der helfen soll, mit Menschen zu sprechen, die eine schwere Zeit durchmachen. „ALEC“ wurde gemeinsam mit Experten weltweit entwickelt und bietet ein sicheres Gerüst, um schwierige Gespräche zu führen. 

Photo: Movember

Reden rettet Leben – davon sind wir überzeugt. In der neuen Realität von COVID-19 wird das alltägliche Leben, so wie wir es kennen, auf den Kopf gestellt. Aber es gibt ein paar Dinge, die wir jeden Tag machen können, um auf uns und andere acht zu geben. Unser Fokus liegt darauf, zuverlässige Informationen und Anleitungen zu geben, die uns durch diese turbulenten Zeiten führen und unterstützen.

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Jeder muss seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen. Und wir, von Movember, wollen Männer weltweit durch unsere Aufklärungsarbeit dazu ermutigen, diesen wichtigen Schritt zu tun.

Liebe Grüße,
Michael Fischer

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