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Bei Präparaten für die Darmflora ist Qualität entscheidend!

Foto: Dr. Wolz Zell GmbH

Immer mehr Menschen wissen um die gesundheitliche Bedeutung einer intakten Darmflora. Daher werden Produkte mit Milchsäurebakterien zur Unterstützung der Darmschleimhaut immer beliebter. Kein Wunder, dass das Angebot an Präparaten für das Darm-Mikrobiom immer größer wird und leider auch zunehmend minderwertige Produkte den Markt überschwemmen. Doch woran erkennt man ein gutes Präparat?

Günter Wagner

Ernährungswissenschaftler am Deutschen Institut für Sporternährung e.V.

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Herr Wagner, Sie sind Ernährungswissenschaftler am Deutschen Institut für Sporternährung in der Sportklinik Bad Nauheim, an der schon viele prominente Sportler wie Formel-1-Pilot Nico Rosberg, Tischtennisprofi Timo Boll oder Kunstturner Fabian Hambüchen betreut wurden. Sie empfehlen hochwertige Probiotika. Warum?

Das Darm-Mikrobiom hat eine herausragende Bedeutung für ein intaktes Immunsystem. Denn sie kommt mit einer Vielzahl von Fremdstoffen und Krankheitserregern in Kontakt. Wird die Zahl der nützlichen Darmbakterien z.B. durch Stress, falsche Ernährung oder Antibiotika-Einnahme verringert, verliert sie ihre Schutzfunktion. Die Folge: Bakterien, Viren, Pilze oder Pollen können leicht in den Körper eindringen und unser Immunsystem überfordern. Eine wichtige Unterstützung für das Mikrobiom sind fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Joghurts. Allerdings führen die Verarbeitungsmethoden (z.B. Pasteurisierung) dazu, dass diese Lebensmittel kaum noch lebende Mikroorganismen enthalten. Zudem mögen die darin enthalten Bakterien weder hohe Temperaturen noch lange Lagerung. Magen- und Gallensäure zerstören sie außerdem. Daher kommen nur 10 bis 40 Prozent von ihnen lebend im Dickdarm an. Vor diesem Hintergrund sind probiotische Präparate sinnvoll.

Auf welche Qualitätskriterien sollte man beim Kauf solcher Präparate achten?

Die Bakterienstämme sollten nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sorgfältig ausgewählt und kombiniert werden. Alle Stämme müssen genetisch charakterisiert, klassifiziert und sicher sein. Breitbandprobiotika, also Präparate mit Darmbakterien, die für ein großes Spektrum an möglichen Einsatzbereichen geeignet sind, sollten möglichst hoch dosiert sein und B-Vitamine enthalten. Wir haben hier gute Erfahrungen mit dem Multi-Species-Präparat Darmflora plus select intens von Dr. Wolz gemacht, es enthält 18 Stämme, die in über 100 Studien getestet wurden, in einer Dosierung von 100 Milliarden pro Tag.

Woran erkennt man die Qualität der Bakterienstämme?

Die Bakterien sollten über eine hohe Säureresistenz verfügen, so dass eine große Menge der aufgenommenen Bakterien auch tatsächlich im Darm ankommt. Sinnvoll ist auch ein zusätzlicher Schutz durch eine säureresistente Kapsel, die sich erst im Darm auflöst. Die ausgewählten Stämme sollten zudem eine hohe Stabilität gegenüber unterschiedlichen antibiotischen Substanzen aufweisen, damit sie in Kombination mit Antibiotika genommen werden können. Auch die Anhaftungsfähigkeit eines Bakteriums an der Darmschleimhaut sollte gut sein, damit es länger im Darmtrakt verweilen und dort seine positiven Aufgaben erfüllen kann.

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Wie kann man die Darmflora zusätzlich unterstützen?

Die Darmbakterien müssen auch „gefüttert“ werden, damit sie die für die Darmschleimhaut so wichtigen kurzkettigen Fettsäuren produzieren können. Die Bakterien ernähren sich vor allem durch Ballaststoffe. Das Problem: 75 Prozent der Frauen und 68 Prozent der Männer in Deutschland essen laut Nationaler Verzehrsstudie zu wenig Ballaststoffe. Demnach erreicht nur eine Minderheit die von der deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfohlene Ballaststoffzufuhr von mindestens 30 g pro Tag. Für alle, die nicht genug Ballaststoffe essen können oder wollen, eignen sich hochwertige Multi-Ballaststoffprodukte. So enthält das Präparat Curabiom® flora von Dr. Wolz beispielsweise als Bakterienfutter eine ausgewogene Mischung aus pflanzlichen Ballaststoffen wie Inulin und Akazienfaser sowie Ballaststoffen der neuen Generation, die erst in jüngster Zeit in größerem Umfang kommerziell verfügbar sind. Dazu gehören die hochwertigen, bifidogenen Xylo-Oligosaccharide (XOS) ebenso wie die Galacto-Oligosaccharide (GOS) und die humanen Milcholigosaccharide (HMO) wie 2‘-O-Fucosyllactose, die besonders verträglich sind, weil sie der Muttermilch ähnlicher sind als die Fructo-Oligosaccharide (FOS).

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